Aufsatz 
Rückblick auf die ersten 25 Jahre der Anstalt
Entstehung
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dort nach längerem Leiden im Januar 1913. Herr Oskar Mauck lebt seit Ostern 1904 im Ruhestande, gegenwärtig in Dresden.

Zurzeit sind außer den bereits genannten Professoren Dr. Müller, Degenhardt, Dr. Peters und dem Zeichenlehrer Jünemann an der Anstalt tätig: Direktor Prof. Dr. Busse seit dem 1. Dezember 1906; Prof. Dr. Primer, der Senior des Kollegiums, seit Herbst 1891; Prof. Dr. Werner seit Ostern 1894; Prof. Wiegandt seit Ostern 1891; Prof. Wedemann seit Herbst 1898; Prof. Bierschenck seit Ostern 1910; Oberlehrer Dr. Manger seit Ostern 1904; Oberlehrer Dr. Sinning seit Ostern 1909; die Kandidaten Dr. Paul Schott seit Herbst 1912(er war schon von Herbst 1909 bis dahin 1910 als wissenschaftlicher Hilfs- lehrer an der Anstalt tätig), Dr. Wilhelm Kraemer seit dem 11. Mai 1911 und Otto Hepp seit Ostern 1912; ferner die Lehrer am Gymnasium und an der Vorschule Eduard Schultheis seit dem 1. Mai 1892, Eduard Döpfer seit Ostern 1904 und Georg Mahrt seit Herbst 1906. In der Zwischenzeit waren an der Anstalt fest angestellt; Oberlehrer Dr. Adolf Linz von Ostern 1892 bis dahin 1894, jetzt Professor an dem Gymnasium in Oberlahnstein; Prof. Dr. Eduard Roese von Ostern 1895 bis Herbst 1898, jetzt Direktor des Königlichen Gymnasiums zu Bartenstein; Lehrer Alexander Sauer von Ostern 1889 bis dahin 1906, jetzt Rektor der hiesigen Battonnschule; Oberlehrer Otto Kühlewein von Ostern 1906 bis dahin 1909, jetzt Oberlehrer an dem Königlichen Gymnasium in Hanau; Oberlehrer Dr. Ernst Bieber von Ostern 1904 bis dahin 1910, jetzt Leiter des Königlichen Sachsenhäuser Gymnasiums; endlich Prof. Dr. Georg Wolff von Ostern 1889 bis dahin Ostern 1910, der jetzt hier im Ruhestande das otium summa cum dignitate nec sine studiis genießt. Der getreue Eckart des Hauses war lange Jahre der Pedell Christoph Betzing, und zwar seit Gründung der Anstalt bis zu seinem am 1. Juni 1904 erfolgten Tode. Er hatte sich durch seine Freundlichkeit und allezeit bereite Gefälligkeit die Wertschätzung und Liebe der Lehrer und Schüler in gleichem Maße erworben. An seine Stelle ist am 1. Oktober 1904 Herr Edmund Kohlschmidt getreten(vorher Vize- wachtmeister im Dragoner-Regiment Freiherr von Manteuffel). 4

Was den Besuch der Anstalt betrifft, so schien der geräumige für die Anstalt gewählte Platz alle äußeren Bedingungen für eine gedeihliche Entwicklung der Schule zu bieten, doch derZug nach dem Westen hat auch in Frankfurt den östlichen Stadtteil nur langsam emporkommen lassen. Die Zahl der Schüler stieg zwar in den Hauptklassen bald zu einer angemessenen Höhe, aber der Besuch der Vorschule ließ lange zu wünschen übrig. Erst seit 1904 nahm die Zahl der Vorschüler in gewünschtem Maße zu und erreichte im Jahre 1910 ihren Höhepunkt; von da ab nimmt die Zahl der Schüler in der Vorschule wie in den Hauptklassen allmählich wieder ab. Für die Verminderung der Schülerzahl liegen wohl mancherlei Gründe vor. Vor zwei Jahren nahm die in der Nähe der Anstalt neu- gegründete Helmholtz-Realschule ihre ersten Schüler auf, auch die Mittelschulen haben in letzter Zeit durch die Neuordnung eine besondere Anziehungskraft gewonnen. Ein weiterer Grund ist in der zunehmenden Teuerung zu suchen, und dazu kommt, daß seit dem Erlaß des Herrn Ministers vom 30. November 1909 Schulgeldermäßigung mit größerer Sparsamkeit und Vorsicht gewährt wird..

Unter den Schülern waren von Anfang an die Söhne von Beamten und Militärs stark vertreten. Daneben fanden sich stets eine ganze Anzahl Söhne von Geistlichen, Xrzten, Lehrern Technikern, Kaufleuten und Gewerbetreibenden. Die Schüler wohnen in der ganzen Stadt