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ſind in der Werkſtätte in nur je einem Exemplar vorhanden: Nuthobel mit verſchiedenen Eiſen, Grathobel, Falzhobel, beide letzteren zum Verſtellen, Schweifſäge, Lochſäge, Fauſtſäge, Aushäng— ſäge, Gratſäge, Bankknecht, Stellmaß, Gährmaß, Schrägmaß, Winkelmaß, Gährungsſtoßlade, Schreinerklöpfel, Schnitzer, Hammer und Beißzange, Ziehklinge, Schränkzange und eine Leim— pfanne. Ferner werden gebraucht: verſchiedene Flachzangen, Rundzangen, Zwickzangen, Nagel⸗ bohrer, Schraubenzieher, Dreikantfeilen, Grabſtichel, zwei Zirkel, eine Blechſchere, drei Löt⸗ kolben von verſchiedener Größe und Form, zum Schärfen der Werkzeuge ein Schleifſtein mit Gußgeſtell und ein Abziehſtein. Dreharbeiten werden auf einer kleinen Drehbank auf Eiſen⸗ geſtell ausgeführt. Zum Erhitzen der Lötkolben wird ein Barthel'ſcher Petroleumlötofen benutzt. Da Gas nicht vorhanden, dient noch ein kleiner Spirituskocher zum Erwärmen des Leimes. Die Anſchaffungskoſten der geſamten Werkſtattseinrichtung belaufen ſich auf etwa 300 Mark, doch wird auch ſchon mit 200 Mark das nötige Werkzeugmaterial beſchafft werden können, vorausgeſetzt, daß nur vier oder fünf Schüler zu gleicher Zeit mit Arbeiten beſchäftigt ſind.
Der Anterricht.
Der Unterricht wird das ganze Jahr hindurch an den ſchulfreien Samstag Nachmittagen von 2—4 Uhr erteilt. Es nehmen daran gewöhnlich acht Schüler aus IIb und Ila teil. Eine größere Anzahl zu gleicher Zeit arbeiten zu laſſen, ſcheint nicht thunlich, einmal wegen des beſchränkten Platzes und dann wegen der Beaufſichtigung, Anleitung und Hilfsleiſtung durch den Lehrer.
Namentlich in der erſten Zeit, wenn die Schüler mit dem Gebrauch der verſchiedenen Werkzeuge noch nicht vertraut ſind, iſt es für den Lehrer ſchwierig, jedem einzelnen paſſende Beſchäftigung zu geben.
Zum Unterricht werden in der Regel nur ſolche Schüler zugelaſſen, deren Schul— leiſtungen derartig ſind, daß durch den Ausfall des ſonſt zu häuslichen Arbeiten verfügbaren Samstag Nachmittags keine Abnahme der Leiſtungen zu befürchten iſt; auch wird Schülern, die beſſere Leiſtungen in der Phyſik zu verzeichnen haben, bei der Zulaſſung der Vorzug gegeben. Die Meldungen ſind gewöhnlich ſo zahlreich, daß eine Ausleſe nötig iſt.
Hier mag gleich Erwähnung finden, daß die Schüler mit außerordentlicher Luſt und Liebe an die Arbeiten gehen. Jede durch irgend eine Verhinderung ausgefallene Stunde möchten ſie nachholen. Fröhlicher Geſang erſchallt bei der Arbeit häufig in der Werkſtatt.
Der Unterricht wird für die Schüler unentgeltlich erteilt.
Die geſamten Koſten für das im Laufe eines Schuljahres von acht Schülern ver— arbeitete Material und den Erſatz für Abgang belaufen ſich auf ungefähr 15—20 Mark. Dieſe Summe wird gewöhnlich von den Teilnehmern am Unterricht ſelbſt aufgebracht, indem ſie bei ihrem Austritte aus der Schule einen Betrag in die Werkſtattskaſſe ſtiften.
Die erſte Unterrichtsſtunde wird dazu benutzt, den Schülern die Namen der einzelnen Werkzeuge einzuprägen, ihre Verwendung vorzuführen und die Art des Schärfens der Schneid⸗ werkzeuge zu zeigen. Das Schärfen iſt, wie hier bemerkt werden mag, eine Arbeit, der ſich die Schüler nicht gerne unterziehen. In der zweiten Stunde beginnt dann das Arbeiten durch die Schüler. Gerades Sägen, Hobeln, Strecken eines Drahtes, Abdrehen eines Stückes Holz


