Aufsatz 
Frankreich und seine Bevölkerung / von L. Hölting
Entstehung
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Küstenlandes des Languedoc ist eine sehr gemischte, und die Bergbewohner haben wieder ein besonderes Aussehen. 39 18 70

Das Vélay war durch den gallischen Stamm der Velavi besetzt; die Helvii, Segalami sassen im Vivarais, den Umgebungen von Valence, Dauphiné, und die Gabali in Gévaudan. Alle diese Gallier waren Clienten, der Arverner. Lwisehen ihnen und den Aramäern bildeten die Cavari den Uebergang; peide Elemente waren vermischt in den Städten Orange, Avignon und Montélimart.

Städtisches Leben und Handel kamen im Languedoc durch die Römer seinell zur Blüthe, und bei seiner grossen Fruchtbarkeit erholte sich das Land jedes Mal rasch von den hnr durch die wiederholten Einfälle fremder Völkerschaften zugefügten Schlägen. Auch der Handél mit dein Orient, der sehr lebhaft bétrieben wurde, vergrösserte seinen Wohl- stand, bis es in Folge der Albigenserkrioge. abermals dem Elende preisgegeben wurde.

in Bezug auf die Constitution der Bewohner bleibt noch zu bemerken, dass die römischen und griechischen, Gesichtszüge vermischt mit arabischen am häufigsten vorkommen. Alles, Fas von Norden Kaäm(Kymris und Westgothen), wurde meridionalisirt. In der Ebene sind die Xugeu und Hadre schiwarz und braun, die Gesichtsfarbe ist dunkel. Bei mittlerer Grösse haben diée Einwohner preite Scliultern und kräftige Muskulatur. Auch finden vielfache Uebergänge zwischen dem Languedocien und dem Bewohner des nördlichen Spaniens statt.

Die Bergbewohner sind arm, unwissend und abergläubisch. Wührend sie von jeher an Bildung hinter ihrer Zeit zbückblieben, blühte in det Kbéne Montpellier äls die gelehrte Stadt des Südens, und in Toulouse, der Pflegestätte der gaie science, feierten auf dem französischen Capitol(Capitouls) dié schönen Künste und Wissenschaften in den J. eux floraux ihre herrlichsten Triumphe. Toulouse ist der Mittelpunkt des Südens und nimmt in ihm dieselbe Stellung ein, wie Paris im Norden, Lyon im Osten und Rouen im Westen. Auch ist diese Stadt von hoher Bedeutung für die Entwickelung der Rechtspflege gewesen, sie hat zallreiche und Pedetttende Rechtsgelehrte hervorgebracht, welche das von den Römern brerbte Studium der Rechte mit grôssem Fleisse betriehen. Die Bewohner des Languédoc zeichnen sich im Allgemeinen durch Klugheit, Manterkelt Liebenswürdigkeit und Gastlichkeit aus. Unter dem Volke leben die römischen Rechts- anschauungen noch vielfach fort, das Patrimonium wird ungetheilt erhalten und kann nur auf einen einzigen Erben übergshen. Vielfache Gegensätze platzen hier aufeinander, und neben einer ausgebildeten Freiheits- und Unabhäugigkeitsliebe findet sich finsterer Aberglaube und Fandtismus.

Roussillon.

Diese Landschaft nähert sich in Sprache und Sitte dem Nachbarlande Spanien, und es finden häufige Uebergänge zwischen ihren: Bewohnern, denen des Languedoc und des nörd- lichen Spaniens statt. Der Dialect dieses letzteren, das Catalanische, dringt in das Bas Languedoc und in Koussillon êein. Das Land, welches später durch römische Legionen hevölkbnt wurde, war Anfangs yon aramtiischen Tigurern besetzt, Sar dones mit der Hauptstadt Ruscino(Perpignan) und Tlliberri(Elue).

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