Aufsatz 
Frankreich und seine Bevölkerung / von L. Hölting
Entstehung
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Tarbelli am atlantischen Ocean, Hauptstadt Dax; Elusates, Hauptstadt Elusa(Eauze); Ausci (Auch); Bigerriones(Bigorre); Garumin; Convenae(Comminges); Consorani(Conserans). Die gleichfalls aramäischen Bebryces, die das Tolosanische und einen Theil des Languedoc innehatten, wurden durch Kymris unterworfen, die Volces Tectosages, welche sich ihres Landes und der Hauptstadt Tolosa bemächtigten. So wurden also die Aramäer im Osten kymrisirt, im Westen dagegen erlangte das gallische Element das Uebergewicht. Nachdem das Land nacheinander von den Römern, Westgothen und Franken unterworfen war, wurde es von den Vascones(daher Gascons) überschwemmt, einem kriegerischen Volke aus Spanien, das an der Grenze im Süden der Pyrenäen(Navarra) sass. Die Vascones kämpften gegen die Westgothen und Franken, drangen unaufhörlich in die Guyenne ein, halfen den baskischen Bergbewohnern den Nachtrab Karl's des Grossen bei Roncevaux vernichten und trieben die Normannen zurück.

Wir finden die verschiedensten Uebergänge von aryanisirten Basken zu reinen ara- mäischen Basken, die sich in den Gebirgen noch intact erhalten haben(Labourd, Soule, Basse Navarre).

Von den Engländern wurde die Gascogne mit der Guyenne unterworfen und dann mit Frankreich vereinigt.

Die Körperbeschaffenheit ist dieselbe wie in der Guyenne, jedoch ist mehr Hinneigung zum aramäischen Typus vorhanden. Auch die Sprache ist in beiden Provinzen gleich und zeichnet sich auch hier durch Bilderreichthum und Kühnheit aus. In Bezug auf die geistigen Anlagen der Gascogner ist noch hinzuzufügen, dass dieselben erfindungsreich und geschickt sind. Ihre Heiterkeit, sowie ihr sprudelnder Witz ist sprichwörtlich, sie sind aber oft Schwätzer, Spötter und Grossprahler.

Béarn.

Nichts rechtfertigt den Glauben an eine griechische Abstammung der Beneharni, von der man gesprochen hat. Das Volk hat denselben Ursprung wie seine Nachbarn, denselben stolzen Charakter, ist aber aufbrausend, heimtückisch und streitsüchtig. Aus der Vergangen- heit der Bearner ist nur zu erwähnen, dass sie die Römer und Westgothen zurücktrieben und ihre Unabhängigkeit unter den Franken erlangten. Der Hof der Vicomtes de Béarn zeichnete sich durch grossen Glanz aus; ihr Land kam mit der Thronbesteigung Heinrich's IV. an Frankreich.

Das Bearner Patois verräth die Verwandtschaft mit dem euskara des nahen Spaniens. Wie alle Patois ist es kindlich, aber nicht ohne Originalität. So z. B. ersetzt es die Adjectiva durch Diminutiva oder Augmentativa, die an die Substantiva angehängt werden, eine Er- scheinung, welche ganz an den Charakter des euskara erinnert.