V. Aufz. 2. Auftr. V. 22. ff. Buttler. Es iſt des Kaiſers Will' und Ordonnanz, Den Friedland, lebend oder todt, zu fahen. Deveroux. So ſteht's im Brief. Macdonald. Ja, lebend oder todt!
So iſt die Interpunktion in der erſten Ausgabe, und es iſt kein Grund davon abzugehen. Aus V. 4:„Sind wir nicht hergeſchickt, ihn zu beſchützen“ muß man ſchließen, daß Deveroux und Macdonald das kaiſerliche Mandat kennen. Desungeachtet findet ſich in vielen Ausgaben: So ſteht's im Brief? Auch Kurz hat die Worte als Frage aufgefaßt. Sollte das richtig ſein, ſo müßte auch nach todt ein Fragezeichen ſtehen.
Ebendaſelbſt V. 34.
Deveroux. Iſt's vorbei Mit ſeinem Glück? Buttler. Vorbei auf immerdar. Er iſt ſo arm wie wir. Macdonald. So arm wie wir?
Nach der Handſchrift: So arm wie wir. Mit einem Punkt, wie Helbig hat. In der erſten gedruckten Ausgabe ſteht hinter wir ein Fragezeichen, wie offenbar richtig iſt und Kurz, Goedeke und Oeſterley haben.
4. Auftr. V. 57. Zwar jetzo ſchien ich tief herabgeſtürzt, Doch werd' ich wieder ſteigen—
So hat die erſte Ausgabe und das Manuſcript; ſpätere Ausgaben haben ſchein', was auch Kurz und Goedeke aufgenommen haben; in der neueſten hiſtoriſch⸗kritiſchen Ausgabe von H. Oeſterley dagegen ſteht wieder ſchien. Ich halte ſchien für das richtige. Abgeſehen von den authentiſchen Quellen entſpricht es auch beſſer der Gemüthsſtimmung des Wallenſtein. Er hält ja die Gefahr für überwunden, fühlt ſich im Bunde mit den Schweden wieder ſicher und vom Schickſal begünſtigt, da er den Neid deſſelben geſtillt hat.
10. Auftr. V. 6.
Die Handſchrift hat hier: Hilf! Hilf! der Herzogin! Der erſte Druck: Hilf! Hilf der Herzogin! Die neueren Ausgaben haben Hülf(Kurz), Hülf'(Helbig), Hilf' (Goedeke), oder Hilf! Hilf der Herzoginl!(Oeſterley). In der Schreibung Hilfe oder Hülfe iſt Schiller nicht konſequent; dennoch möchte ich hier Hilf als Imperativ nehmen, nach dem zweiten Hilf das Ausrufungszeichen beibehalten haben und ſomit die Lesart der
Handſchrift
Hilf! Hilf! der Herzogin!


