Aufsatz 
Zur Reform des planimetrischen Unterrichts mit besonderer Rücksicht auf Realschulen / von Ernst Höbel
Entstehung
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von welcher die Behörden, Eltern und Freunde der Anstalt durch gedruckte Einladungen in Kenntnis gesetzt worden waren. In der Festrede stellte Herr Dr. Pohler das neue deutsche Kaisertum dem alten vergleichend gegenüber.

Der stundenplanmässige Unterricht erlitt im vergangenen Schuljahr ausser der durch die schon erwähnte militärische UÜbung des Herrn Dr. Höbel hervorgerufenen Unterbrechung(von welcher 4 Wochen in die Schulzeit fielen) noch die folgenden:

Drei Kollegen mussten wegen Krankheit 9, bezw. 5, bezw. 2 Tage lang vertreten werden. Der Dirigent fehlte vom 2. 6. Juni und vom 2.5. Dezember als Mitglied der Prüfungskommission für Mittelschullehrer und Rektoren, ein Kollege versäumte 2 Stunden wegen einer Kontrollver- sammlung, der Dirigent und ein Kollege versäumten 2 Vormittage, weil sie als Schöffen thätig waren.

Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen ein günstiger. Trotz der eine geraume Zeit lang in der Stadt herrschendenInfluenza fehlte an keinem Tage ein erheblicher Bruchteil von Schülern. Von ansteckenden Krankheiten wurden im Schuljahr 2 Schüler befallen. Wegen der Ansteckungsgefahr infolge von Krankheiten in den betreffenden Familien mussten weitere 9 Schüler(auf durchschnittlich je 2 Wochen) vom Unterrichte fern bleiben.

Am 8. Mai wohnte Herr Provinzialschulrat Kannegiesser, am 6. Juni und am 6. De- zember wohnten Herr Seminardirektor Wieacker aus Schlüchtern und Herr Seminarlehrer Francke aus Usingen, am 13. August Herr Dr. Heussner, Direktor des Wilhelmsgymnasiums und 5 Kollegen des Wilhelmsgymnasiums dem französischen Unterricht in Sexta bei. Am 5., 6. und 7. September besuchte Herr Granit aus Finland, der Deutschland und Frankreich bereiste, um von dem Stande des neusprachlichen Unterrichtes Kenntnis zu nehmen, in mehreren Stunden den neusprachlichen Unterricht in Sexta, Quarta und Unter-Prima.

In den Tagen vom 23. bis 28. Januar unterzog Herr Provinzial-Schulrat Kannegiesser die Anstalt einer Revision.

Am 28. Februar und 1. März fand die mündliche Versetzungsprüfung der Unterprimaner unter dem Vorsitz des Herrn Provinzialschulrats Kannegiesser statt, nachdem die Prüffinge vom 5. Februar an die schriftlichen Arbeiten angefertigt hatten. Da die Schule im laufenden Schuljahre noch keine Oberprima besass, so musste diesmal die Versetzung nach Oberprima, mit welcher die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Militärdienst verbunden ist, durch eine Prüfung erwirkt werden. Nunmehr ist von seiten des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums der Antrag auf Anerkennung der Schule als einer berechtigten Realschule beim Ministerium gestellt worden.

Die Versetzungsprüfung nach O I. bestanden folgende 12 Unterprimaner:

1. Arnold Diercking. 7. Karl Gose.

2. Walther Troitzsch. 8. Otto Grandefeld. 3. Albert Neuring. 9. Friedrich Hüppe.

4. Fritz Fiege. 10. Heinrich Haag.

5. Wilhelm Reusch. 11. Arthur Standau.

6. Karl Hüter. 12. Ernst Neumann.