Aufsatz 
Zur Geschichte der Stadt und Herrschaft Limburg a. d. Lahn : 4. Teil
Entstehung
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in Friedberg, Frankfurt ³⁰), Wetzlar, Limburg, wo und in dessen Umgegend 1235 Heidenricus, Sohn Spedin's von Limburg, Haus und Güter besitzt, die er für ein Trierisches Lehen zum Pfand gibt ³¹), ferner in Boppard, Coblenz, Mainz vorkommen ³²), und von welchen einzelne ausdrücklich als milites, Ritter, bezeichnet werden, für eines und desselben Geschlechts mit den Köthen von Wanscheid erklärt, so ist auch das ur- kundlich nicht bezeugt und nur eine Vermutung von ihm, ebenso wenn er sagt, Peter von Limburg, der von 1317 1348 etwa achtmal und immer nur mit dieser Be- nennung vorkommt, der 1350 kurz verstorben ist und Burgmann zu Limburg war ³¹), sei der Sohn Heinrichs von Limburg ³³) und Vater des Weseler Dechanten Johann und des Trierer Domdechanten Gerlach. Letzteres nimmt allerdings auch Corden an 33): er kannte eben die Zugehörigkeit Johanns und Gerlachs zur Familie Köth nicht. Frei- herr Dael von Köth-Wanscheid dürfte aber wohl recht haben, wenn er in der Geschichte der Köth von Wanscheid ³⁶ou) beide Dechanten zu diesem Geschlecht rechnet, Peter da- gegen und Heinrich nicht. Der Verfasser unterscheidet dort ³⁷) nur einen in Limburg ansässigen Ast der Familie Köth deren Mitglieder nennen sich freilich ver- einzelt auch kurzwegvon Limburg ³s), auch Domdechant Gerlach ³³⁸), vermutet aber ¹⁰), dass alle Köth eines Ursprungs seien mit oder hervorgegangen aus dem alten Geschlechte derer von Hadamar, die mit ihnen aus gleicher Gegend stammten(Wahnscheid ist ein Dörfchen bei Wallmerod) und das gleiche Wappen führten. Beide haben nämlich nach Siebmacher's Wappenbuch) im Schilde einen weissen Adler, die von Hadamar in blauem, die Köth von Wanscheid in schwarzem Felde. Dahingegen zeigt das Wappen Peters von Limburg, welches Corden ⁴²) nach einer Originalurkunde gibt ¹³), einen auf- gerichteten Löwen zwischen Schindeln. Ritter Peter von Limburg nun ist erster Mit- siegler und Mitbürge bei einem Verkaufe von Land bei Nordenstadt seitens Johanns von Cronberg und Gemahlin Hedewidis ³4). Danach wäre es gar nicht unwahrscheinlich, dass die oben genannte, 1331 als gestorben erwähnte Elisabeth von Limburg, Gemahlin Walthers von Cronberg, der Familie derer von Limburg angehörte, etwa gar eine Schwester von Peter, zugleich aber von der Gemahlin Widekind's von Wan- scheid und so im eigentlichen Sinne dieMuhme von dessen 4 Töchtern war.

10. Die Kinder der zweiten Ehe sind in der Limburger Chronik ¹), da sie, die Söhne allerdings für sich allein, wie die Töchter, von den ältesten angefangen aufge- zählt werden, wohl überhaupt dem Alter nach geordnet. Warum man davon seither ganz abgegangen ist, weiss ich nicht. Wenck scheint sie im allgemeinen nach den Sterbejahren geordnet zu haben, und die Tafel des Standesherrnvereins folgt ihm, auch Simon, nur dass er Kunigunde zwischen Otto und den Domdechanten Gerlach setzt. Da der zweitälteste Sohn Rudolf nach Wyss ²) 1333 geboren war und Gerlach II. c. 1317 die zweite Ehe einging, diese nachweislich wenigstens 1322 geschlossen war, so können und werden ausser Uda, die 1336 bereits vermählt wurde, auch Kunigunde und die seither durchgängig die letzte Stelle einnehmende Elisabeth wenigstens älter als Rudolf

30) Wigand von Limburg(Kriegk, Geschichte v. Frankfurt, 1871, S. 121). ³¹) Mitt. U. III, S. 421 ²2) Nach 1359(Johann v. Limbg, Untercomthur des Johanniterhauses in Frankfurt, Baur, V, S. 390) finde ich nur, abgesehen von den Eberbacher Mönchen Dillmannus( 1520) u. Petrus de L.( 1536) in Roth's Fontes III, S. 52 u. 58, wo de Limbg wohl= aus Lbg ist, noch 1449 den Lorcher Bürger Wilhelm von Limburg(Roth, I, S. 383, Nr. 152). ³³) Corden, II,§ 13 u. 374, Bahl, Pr. II, S. 40 f., Herquet, Arnsteiner Urkundenbuch, 1883, S. 108. ³⁴) 1281. Corden II,§ 13 u. 328. ³⁵) II,§ 13 u. 14. 36) Hess. Archiv, IX 1, 1859, S. 156. ³) S. 156. 38) S. die Stammtafel im Hess. Archiv l. c., auch Arnoldi, Miscellaneen, S. 316. ³³⁹) 1397 Honth. H. Trev., II, S. 307. ⁴⁰) S. 153.) neue Auflage, VI, 7, 1882, S. 24 u. 28 und Tafel 36 u. 43.) II,§ 11. ⁴³) Sein Siegel hängt noch an der Urkde vom 13. Juni 1348. S. Bahl, Pr. II, S. 41 43. 4⁴) Nass. Urkdb., I 3, S. 121.

¹) S. 41 f. ²) zur Limb. Chron., S. 41, A. 9.