Aufsatz 
Zur Geschichte der Stadt und Herrschaft Limburg a. d. Lahn : 3. Teil
Entstehung
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Bemerkungen zu der am Ende angefügten genealogischen Uebersicht.

¹) Er heisst in den Gesta Trevirorum, herausgegeben von Wyttenbach und Müller, 1836 39, I, S. 244(auch in Honth. Prodr., II, S. 776) nach Baldericus, Gesta Albe- ronis einfach vir nobilis dominus Lodoycus de Isenburg und wurde danach und nach Browers Annales Trevirenses, II, S. 43 f. ad a. 1142(s. Fischer I, S. 96, Reck S. 42, Metrop. I, S. 223) in diesem Jahre zum Propst von St. Florin in Coblenz gewählt, richtiger aber im J. 1141 oder 1140. Vgl. Prümers, Albero von Montreuil, 1874, S. 54 f. und überhaupt Görz, Mitt. Reg., I, S. 545, sowie die Citate dort. Dass Hopf I, S. 122 zu Ludwig die Zeit 1 1 2 1 1142 setzt, scheint nur darauf zurückzuführen zu sein, dass Reck Ludwig unter den Jahren 1119 21 als Bruder von Rembold, Gerlach und Siegfried schon einmal erwähnt.

²) Nach der Urkunde im M. U. II, S. 267 vom J. 1207 war ein Propst Bruno der Vatersbruder(patruus) Gerlachs von Covern gewesen.(Vgl. Simon II in den Nach- trägen, S. 412). Dieser Bruno übernahm danach, als Gerlachs Vater gestorben war, was zwischen 1147 und 1159 geschehen, die Verwaltung der Güter des vierjährigen Knaben; als der aber mündig geworden war, starb sein Oheim Bruno. Nun gibt die Metropolis I, S. 223 unter den Pröpsten von St. Florin zu Coblenz an: Bruno a. 1156. Dass dann dort folgt: Alexander, archidiaconus, IV. kal. novembris(29. Okt.) 1156, dürfte wohl auf einem Versehen beruhen. Denn in der Urkunde von eben diesem 29. Okt. 1156 im M. U. I, S. 653 f. stehen unter den Zeugen hintereinander:Alexander archidiac. Bruno archidiac. et s. Florini in confluentia prepos. Als Archidiacon und Propst von St. Florin erscheint ein Bruno, doch wohl derselbe, auch 1157(im M. U. I, S. 661) und 1167(bei Görz II, S. 75). Ein Trierischer Archidiacon Bruno tritt schon vor 1156 von 1143 an ziemlich oft auf(Görz I, S. 549, 575, II, S. 6, 7, 12, 13. 14, 15, 24), nach 1167 aber nicht mehr. Da dieses Vorkommen zu den Angaben über den Oheim Gerlachs von Covern stimmt, so ist jedenfalls dieser Bruno der Bruder von Rembold II, Gerlach II. und Siegfried gewesen.

³) und ³). Nach Kremer's Vermutung(Or. N. I, S. 265) bekam Siegfried Runkel und Westerburg infolge Verheiratung seines Vaters mit einer Gräfin von Arnstein. Nach Reck's Angabe S. 46, womit freilich seine Tafel 2, der auch Hopf folgt(S. S. 3, Anm. 22), nicht stimmt, der zufolge Siegfried II.(1152 58) ein Sohn Siegfrieds I.(1100) von Runkel sein soll, heiratete er, Siegfried von Isenburg, eine Runkelische Erbtochter (Siegfrieds von Runkel, der um 1100 Kloster Seligenstadt bei Westerburg gegründet habe, dessen Existenz übrigens, wie die Gründung des Klosters, nicht zweifellos ist S. Vog. S. 252, Schlieph. II, S. 189 A). Und in der That ist 1162 Reinhard(ein Runkeler Name, wie Siegfried) von Isenburg ſ⸗ Runkel?] Zeuge in Gleiberg(Görz II, 8. 60), und 1217 steht in einer Urkunde bei Wenck, II, 2, S. 124 Siegfried von Runkel hinter Vertretern Isenburgischer Linien. Vogel nimmt(S. 252) als ersten Herrn von Runkel-Westerburg einen um 1158(Honth. H. Trev., I, S. 588) auftretenden Siegfried von Runkel an, Lehmann(Gesch. der Dynasten von Westerburg, 1866, S. 2) jenen Siegfried von Runkel Reck's(c. 1100), aber beide reden nicht(auch Schliephake nicht II, S. 188; er nennt es I, S. 226 A. eine unerwiesene Vorstellung Kremer's, dass die Herren von Westerburg und Runkel aus dem Isenburgischen Geschlechte ent- sprossen seien) von Verwandtschaft des Isenburger Siegfried mit diesem, auch nicht von Zugehörigkeit der Herrschaft Runkel zu Arnstein. Die Art, wie, und die Stelle, wo Siegfried von Runkel in der Urkunde von 1158 aufgeführt ist, sprechen wirklich nicht für Verwandtschaft dieses Siegfried mit den Isenburgern. Simon lässt jene Zu- gehörigkeit, wie diese Verwandtschaft, gleichfalls nicht gelten, findet es vielmehr(II, S. 103 f.) höchst wahrscheinlich, dass unser Siegfried von Isenburg Justina von Kempenich geheiratet und Stifter der Linie Isenburg-Kempenich geworden sei. Das war nun zwar