Aufsatz 
Zur Geschichte der Stadt und Herrschaft Limburg a. d. Lahn : 3. Teil
Entstehung
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identisch angesehen, auch von Simon ¹⁰), mit dem 1107 ¹¹) erwähnten Gerlach von Rommersdorf, von dem um diese Zeit ¹²) noch 2 Brüder vorkommen, Richwin und Wilhelm ¹³). Gerlach I. ist ferner der oben S. 4 f. besprochene, von dem Simon II, S 72 die irrige Angabe macht, dass er 1138 als Herr von Limburg bezeichnet sei. Er gibt als diesen(II, S. 76) ausdrücklich Gerlach I. an. Nach der Tafel Bd II zu S. 152 könnte freilich Gerlach II. darunter verstanden werden, da dort bei diesem Gerlach die Zeitangabe 1130 1146 und bei dessen Oheim Gerlach I. 1092 1107 steht. Doch möchte wohl 1107 nur Druckfehler sein statt 1137. In Bezug auf Gerlach I. aber finden sich bei Simon noch andere Widersprüche. Nach S. 76 soll er, wie es scheine, keine Söhne hinterlassen haben, und doch gibt ihm die Tafel zu S. 152 3 Söhne: Rem- bold, Richwin und Wilhelm. Die 2 letzteren sind nach dem Obigen, wenn Gerlach I. von Isenburg dieselbe Person ist, wie Gerlach von Rommersdorf und das nimmt ja Simon auch an nicht Söhne, sondern Brüder desselben, als welche sie Simon selbst S. 76 richtig bezeichnet. Rembold von Rommersdorf, der 1114 genannt wird ¹⁴), kann dagegen als Sohn Gerlachs betrachtet werden, wie es Simon auf der Tafel thut, aber S. 76 nimmt er auch diesen als Rembold I.,, den Bruder Gerlachs I., von dem er ja auch sagt, dass er Söhne nicht hinterlassen zu haben scheine.

Rembold I. war nach Kremer ¹⁵), Wenck ¹⁶), Reck ¹⁷), v. Stramberg ¹s), Vogel und Schliephake ¹⁹)(S. oben S. 5.) derjenige Isenburger, der nach der vita Ludovici comitis in Arnstein ²⁰) eine Gräfin von Arnstein, Tochter Ludwigs I. von Arn- stein, zur Gemahlin hatte, des Grafen, in dessen Besitz Kremer ²¹), sich auch Lim- burg, und von dem er es durch diese Heirat an Isenburg gekommen dachte, was je- doch mit den Angaben der vita Ludovici über den Arnsteinischen Besitz nicht verein- bar ²²). Nach Vogel, Schliephake uud Kraft ²³) und wie auch wir glaubten annehmen zu müssen(S. 6 ff.), gehörte Limburg zu den Gleiberg-Clebergischen Besitzungen, und in den Besitz des Clebergischen Limburg nun, meint Kraft, seien die Isenburger durch Verheiratung Rembolds I. mit einer Gräfin aus dem Peilstein-Clebergischen Hause, etwa einer Tochter der Adele von Cleberg, oder doch aus dem Gleibergischen Ge- schlechte gekommen. Welcher Isenburger die Arnsteinerin zur Gemahlin gehabt, lässt er dahingestellt, und es kommt für ihn darauf nichts an. Eine der 7 Töchter Ludwig I. von Arnstein, deren Nachkommen die Erben des letzten Arnsteiner Grafen Ludwig III. wurden, war übrigens auch die Grossmutter des Pfalzgrafen Rudolf I. von Tübingen, der c. 1180 die Gleibergische Erbtochter Mechtild zur Gemahlin hatte und durch sie die Grafschaft Giessen erwarb ²⁶), so dass Limburg, selbst wenn es Arnsteinische Be- sitzung gewesen wäre, erst noch hätte an die Gleiberger und von diesen an die Isen- burger gekommen sein können. Einen gewissen Grad von Wahrscheinlichkeit hat es, wie Schliephake²:) sagt, dass durch Heirat(also wohl die Rembolds I., etwa beim Ein- tritt des letzten Ludwig von Arnstein in die Mönchszelle 1139 ²s), wo er zu Gunsten der Isenburger auch der Grafschaft über den Einrich sich begab) die Herrschaft Schaumburg, von welcher sich Elise, wahrscheinlich eine geborene Isenburgerin, 1197von Schauenburg nannte ²⁹), und welche 1232 wirklich Gerlach von Isenburg, der erste Dynast von Limburg, mit seinem Bruder Heinrich und Graf Hermann von

¹⁰) II, S. 76, von Günther freilich nicht, der es nach Wegeler, Rommersdorf, S. 4 überhaupt für wahrscheinlich hielt, dass die Rommersdorfer ein eigenes Dynastengeschlecht gebildet hätten(ähnlich Reck S. 37 u. 40). 1¹¹) M. U. I, S. 476. ¹²) um 1088 nach Reck S. 35, 1095 nach Kremer Or. I, S. 339, A. 5. ¹³) Günther C. D. I, S. 232, A. 1¹⁴) Kremer Or. N. II, S. 153. ¹⁵) Or. N. I, S. 338. 1¹e) I,§. 245, A. i. ¹¹⁷) S. 36. ¹8) Rh. Ant. III, 1, S. 482. ¹⁹) Vog. S. 260, Schlieph. I, S. 226. ²⁰) Kremer Or. II, S. 363. Ein Name des Isenburgers ist hier nicht genannt. ²¹) Or. N. I, S. 265, 336 ff. ²²) nach Wenck I, S. 244. Vgl. Schlieph. I, S. 224 ff. Anm. ²³⁸) Vog. S. 262, Schlieph. I, S. 226 A., Kraft S. 96 A. 25. 2⁶6) Kraft S. 92, A. 14 unter Berufung auf Schmid, Geschichte der Pfalzgrafen von Tübingen, 1855, S. 66, 69 f. u. 73. ²ꝛ) I, S. 224. 2²⁸) Schlieph. I, S. 226. ²⁹) Schlieph. I. S. 266.