Aufsatz 
Zur Geschichte der Stadt und Herrschaft Limburg a. d. Lahn : 2. Teil
Entstehung
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Kassel leitet übrigens Corden II,§. 162 und III,§. 87 wohl richtig von dem durch Gerlach II. um 1342 zwischen dem Greifenberg und der Mainzer Vorstadt angelegten Gastell(Vgl. die Limburger Chronik v. Wyss, S. 28 ad a. 1342), das als»Haus Castel mit Garten und Weiher vei Corden III.,§. 90 heisst es in einer Urkundeder Garten Castel noch 1573 genannt wird und(gegen Abtretung des verlassenen Wilhelmitenklosters als Hospital an die Stadt) damals dem Kurfürsten von Trier über- lassen wurde(Corden III.,§. 355). 8. 8, 2. M1 1.: erschienenen Trierer Bischofs. S. n, 2. 3 l.: 2. Juni statt 10. Juni. Auch Götze in seinen Beiträgen u. s. W. Nass. Ann. XIII. hat zwar 10. Juni. Doch das Datum ist(auch nach Götze selbst): IV. Nonas Junii. Vgl. auch Görz im Mittelrh. Urkundenb. II. S. 616, Nro. 208. 8. u, 2 MI.: 20. April statt 10. April. 8. 12. 2 21: Nach E. Kofler in den Hess. Quartalblättern. 1879, S. 25, worauf mich Prof. Otto in Wiesbaden freundlichst auf- merksam machte, lag Tidenheim bei Homburg. Zu 8. 13, 2. 11 v. u. mit Anm. 18. Ich folgte Vogel, der in der Beschr. des H. Nassau, S. 789, wie Schliephake II, S. 149, das Nezebach der jetzt im Cod. dipl. Nass. 1, 1885. S. 107 abgedruckten Urkunde für das heutige Neesbach erklärt. Corden findet aber darin(I.,§. 369) das jetzige Netzbach, wo das Stift noch zu seiner Zeit einen Hof des besten Landes habe. Nees- bach gehört ihm neben Panrod, Werschau und Nauheim zu den Filialen von Bergen und nur insofern wohl auch hierher. Auch Dr. Sauer hält nach dem Regest über der Urkunde im Cod. dipl. Nezebach für Netzbach. Der Passus 8. 15, 2. 4 v. u. bis 8. 16. 2. 7 ist zu streichen. Den auf der Siegelinschrift von Singhofen gefundenen Namen Theo- dericus nämlich hat Corden gewiss irrtümlich, weil man oder er selbst Viroddn= Virodu- nensis las, für den des Bischofs von Verdun unter Heinrich IV. gehalten. Es wird vielmehr der gleichnamige episcopus Vironensis sein, der nach den von Zaun(Nass. Ann. XV., 1879, S. 394 f.) veröffentlichten Notizen aus dem Mus. prit. Harleian. den 5. Okt. 1248 den Paulinus-Altar zu Singhofen, sowie vorher schon die Michaelis- kapelle in Arnstein und die Kirche zu Niedertiefenbach unweit Arnstein weihte. Dieser Diether war also überhaupt nicht. Bischo? von Verdun(ep. Virdunensis), wie auch Dr. Becker in seiner Ausgabe des Arnsteiner Necrologs, 1881, S. 100, Anm. zum 26. April ihn bezeichnet, der Metropolis eccles. Trev. II., S. 9 folgend, die doch selbst in der Reihe der Bischöfe von Verdun II, S. 541 für diese Zeit keinen Diether auf- führt, sondern Bischof von Wierland, jetzt Wesenberg, in Esthland(8 Neher, Kirch- liche Geographie und Statistik, II, 1865, S. 437 f., Spruner-Menke, Nro 68 u. 69, Cartons) und seit 1247 Weihbischof in Trier nach Holzer, De proepisoopis Treviren-

sibus, 1845, S. 18 fr. S. 16, Z. 14 ist vor Mainz einzuschieben: Rheims(Belgica secunda). 8. 17, Z. 26 1.: schon 1023 von Kaiser Heinrich II. entzogen, Von Kaiser

Heinrich III. 1044 wieder gzuerkannt(S. Kremer, Orig. Nass. 1, S. 246 f.), dann aber Abt Theoderich der Befehl gegeben worden, es Anselm I. von Molsberg als Lehen zu überlassen. Die Anmerkung 60 ist zu streichen ausser der Verweisung auf Vogel, Beschreibung des H. N. S. 257. Vgl. auch Beyer, Mittelrhein. Urkdb. I. S. 349. Zu 8. 17, 2. 30 ff. Nach Görz, Regesten zum Mittelrh. Urkdb., II. S. 655, Nro. 389 ist die Urkunde nicht von 1084, sondern aus der Zeit von 1051 1056. 8. 13, 2. 4 der Anm. V. u. l.: ausgemacht oder aber der Einrich nach 958 und vor 1023 auf der Ostseite eine Vergrösserung erfahren hätte. Genannt. wird nämlich der Einrich als Gau neben dem Lahngau schon 790(S. Beyer, Mittelrh. Urk. I, S. 39) und 845 (Kremer, Orig. Nass. II, S. 13) und allein 879(Kremer, II. S. 17), sowie 978(Kremer, II, S. 81 f., wo auch ein Graf des Gaues, Hugo, erwähnt ist). Zu 8. 19, 2. 8: Der Zusatz flndet sich nun auch in dem Abdruck der Originalurkunde im Cod. dipl. Nass., 1, S. 127. Kremer's Bemerkung kann also keine Geltung mehr beanspruchen.