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gesetzt, welche zwey Jahre hindurch— denn so lange haben wir uns zu der Erklärung dieser Wissenschaften ausgesetzt— zu einer nöthigen Vorbereitung auf den Universitäts-Unterricht hinreichend scheinen.“ Im Griechischen waren drei und im Hebräischen zwei Abteilungen gebildet; dabei war die Einrichtung getroffen,„dass die Stunden jeder Gattung zu einerley Zeit fallen, und dass also der Schüler, ohne eine Collision zu befürchten, gerade in die, in welche er sich seiner Fähigkeit nach schicket, kann gewiesen werden; wobey diejenigen, die eine oder beyde Sprachen nicht lernen, nicht müssig sind, sondern diese Stunden zur Erlernung der französischen Sprache anwenden müssen, welche allemal, besonders bey dergleichen Scholaren, nach der lateinischen die nöthigste und nützlichste ist.“
Im allgemeinen war die Einrichtung getroffen, dass die Schüler in jeder der acht Abteilungen, in welche die ganze Anstalt zerfiel, ein Jahr sassen. Dabei war aber der einzelne nicht streng an die Lehrstunden einer bestimmten Klasse gebunden:„Wer zur obersten historischen Classe zu schwach ist, kann ohne Collision in die un- terste gehen, und umgekehrt, wer für die unterste zu stark ist, kann in die oberste gehen. Auch die, die der Mathesi applicatae noch nicht beywohnen können, mögen so lange, bis sie die puram gehört haben, eine lateinische ohne was anders versäumen zu dürffen, be- suchen.“
Auch über die Methode, wie sie Schellenberg befolgt wissen wollte, giebt das Programm von 1777 näheren Aufschluss.„Was demnach“— heisst es dort—„die Erlernung der Sprachen, und insbesondere der lateinischen anbelangt, so sind wir noch zu wenig von den Vortheilen einiger ganz neuen Methoden, als z. E. diese Sprache durch den Umgang oder auf eine andere dieser ähnliche Art zu lernen, überzeugt, als dass wir aus Begierde alles, was neu ist, nachzuahmen, uns darnach richten sollten. Wir setzen vielmehr die Erlernung dieser Sprache einzig und allein in das fleissige Lesen, gute Erklärung und Zergliederung, und in die Nachahmung der bessten römischen Schriftsteller.— Und hier wird immer der leichtste und sicherste Weg seyn, wenn man den Anfänger allezeit von seiner Muttersprache zu der fremden überführt. Wenn man in jener mit ihm die Begriffe von den Theilen der Rede, vom Adjectivo und Substantivo, von verschiedenen Geschlechter, von Veränderungen durch casus, numeros und personas& c. aufsucht, die Regeln nach und nach mit ihm selbsten erfindet, ihn diese immer mit seinen eigenen Worten wiederholenlund niemals sclavisch, und oftmals ohne


