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immerdar krank, onmechtig und schwach, das uns woel von nöten wer, das wir ein wenig besseres zu leben hetten.“ ¹) Wahrschein- lich aber blieb es trotzddem beim alten. Erst 1545 wurde auch Reyns Stelle wieder besetzt, zunächst mit Bartholomäus Bogner und nach dessen Weggang 1553 mit Peter Weilnau. Letzterer war ein Sohn das ehemaligen Stiftsdechanten und hatte selbst unter Syringus die Schule besucht. ²) Das Jahr 1560, in welchem Charisius sein Rektorat mit der Weilburger Superintendentenstelle vertauschte, machte auch Weilnaus Wirken an der Schule ein Ende. Wahr- scheinlich ist dieser gleichzeitige Abgang Beider kein zufälliges Zu- sammentreffen. Erwägungen finanzieller Art mögen den Grafen bestimmt haben, in den nächsten acht Jahren die Aufwendungen für die Schule auf das Mindestmass zu beschränken. Es geschah nur gerade soviel, dass sie nicht völlig einging. In dieser ganzen Zeit erscheint neben Anton Moser, der schon 1562 wieder ausschied, um die Pfarrei Altenkirchen zu übernehmen, ³) als einziger Lehrer Philipp Bier, welcher vermutlich nach Orths Tode dessen Stelle er- halten hatte. Erst 1568 begegnet uns ein neuer Rektor: Konrad Heister aus Usingen, dem aber ausser Bier keine weitere Lehrkraft zur Seite trat. Heister, von dem auch nicht viel mehr zu berichten ist, als dass er es mit der Würde seines Amtes verträglich fand, sich in Gemeinschaft mit Bier„der nächtlichen Zechereyen und Cantoreyen zu bevleissen“, ging, weil verschiedene Anmahnungen deshalb nichts fruchteten, endlich 1576 seiner Stelle verlustig und wurde als— Pfarrer nach Neuweilnau versetzt. Ob auch Bier ent- fernt wurde, oder ob er noch unter dem folgenden Rektor Johann Fabricius aus Lindau weiter amtierte, ist aus den sehr lückenhaften Nachrichten nicht zu ermitteln. Besonders ernst muss er es aber mit seinem Berufe nicht genommen haben; das geht schon aus der Instruktion hervor, welche der Superintendent Stephani für ihn aus- stellte. Darin wird ihm anbefohlen,„ordentlich bequeme und der jugend dienliche Lectiones nicht allein zu proponiren, sondern die- selbige auch stetig und so zu repetiren, dass man ein besseren nutzen fürters spüren möge als bis daher geschehen“. Hiernach zu schliessen übernahm Fabricius die Schule in einem recht verwahrlosten Zu- stande, und da er anscheinend ohne die nötigen Mitarbeiter gelassen wurde, gab er 1583 seine Stellung auf, um als Diakonus nach Jd-
¹) S. Eichhoff, Kirchenreformation I, 18. ²) S. das Schülerverzeichnis, abgedr. bei Eichhoff a. a. O. S. 14. 3) S. Progr. d. Gymn. von 1817, S. 5.


