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Studien als Artium Magister und Interpres Legum 1535 in die Hei- mat zurück, um dem Wunsche seines Landesherrn gemäss die Er- ziehung der jungen Grafen Samuel, Daniel und Heinrich von Wal- deck zu leiten. So weilte er die nächsten fünf Jahre mit dem gräf- lichen Hoflager abwechselnd bald auf Schloss Waldeck, bald in Wil- dungen, bis ihm der Ruf des Grafen von Nassau-Weilburg 1540 einen weiteren Wirkungskreis eröffnete. Ungern nur sah der Graf von Waldeck den bewährten Diener scheiden, und als er ihn end- lich ziehen liess, geschah es nicht, ohne ihm einen glänzenden Be- weis seines Vertrauens dadurch gegeben zu haben, dass die gräf- lichen Kinder auch weiterhin seiner Obhut unterstellt bleiben sollten. Sie folgten ihm samt dem waldeckischen Sekretär Johannes Nellen und 2 adligen Knaben, Johann nnd Konrad Milchling von Schön- stett, vielleicht den Gespielen der jungen Grafen, an die Stätte sei- nes ferneren Wirkens. Mit ihnen und seiner Familie kam Syringus am 15. Oktober 1540 in Weilburg an. Seinem Eintritt in nassau- ische Dienste waren, soweit sich das aus dem Berufungsschseiben schliessen lässt, ¹) lingere Unterhandlungen mit Philipp III. vorher- gegangen. Es scheint als ob Syringus, dank wohl der Gönnerschaft seines Lehrers Melanchthon, die Wahl unter verschiedenen Aner- bietungen, die ihm damals gemacht wurden, schwer gefallen sei und als ob er sich erst nach einigem Zögern für Weilburg entschieden habe. Wir ersehen aus dem Schreiben aber auch gleichzeitig, dass der Graf kein Opfer scheute, den vielumworbenen Mann dauernd an seine Residenz zu fesseln.„Zum andern“— heisst es darin— „dieweill er sich uns in sollichem Befehl zu bleiben verpflicht, auch aus frembden Landen hinder uns sich begeben, und anderer Herren Dienst abgeschlagen, haben wir umb Erzeigung der Dankbarkeit willen aus besondern Gnaden Ihm und seinen Erben erblich ge- schenkt und eigentlich übergeben wissentlich und wolbedachts muets In krafft dieses Brieffs die Behausung gegen der Stiftskirchen und an Dilmanns Heinzen Behausung, wie er die jzo innhatt, dazu auch die alte Behausung zwischen derselbigen und Johann kolben hoff und schewren zu Weilburg, item unsere wies und geheck an einander im Schelhoff, und dann auch einen Weingarten im-Schmachtemberg neben Herrn Johann Numerasti gelegen, also das er und seine Er- ben sich aller sollicher Behausung und gueter nach allem ihrem besten nutzen und wolgefallen als anderer Ihrer eigen gueter erblich, aller Bete Dinstparkeit und Stadtbeschwehrung, wie die Namen haben
¹) S. Eichhoff, Gesch. des L. G. S. 11 ff.


