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waren und uns von neuem vor Augen stellten, einen wie gewaltigen Einflufs er auf das geistige Leben unseres Volkes in stets wachsendem Maſfse ausübt, haben zweifellos auch unserer für alles Groſse und Erhabene empfänglichen Jugend tiefe und nachhaltige Eindrücke hinterlaſsen. Bei der Huldigung, die am Vormittage des 27. August vor dem Goethe-Denkmal stattfand, bildeten die Schulen Spalier; in dem Festzuge waren sie durch Abordnungen vertreten. Abends nahmen die Schüler der oberen Klassen an dem grossen Fackel- zuge der Frankfurter Bürgerschaft teil. Eine Schulfeier wurde in der Frühe des 28. August in dem festlich geschmückten kleinen Saale des Saalbaues abgehalten. Nach Gesangs- vorträgen des Schülerchors und Deklamationen Goethe'scher Gedichte hielt Herr Prof. Dr. Riese die Festrede über Goethes Verhältnis zum klassischen Altertum, besonders zu Sophokles und Homer; er zeigte die liebevolle llingabe des Dichters an die antike Litteratur und Kunst und betonte, daſs Goethe öfters den Wunsch ausgesprochen habe, es môge das Studium der klassischen Litteratur allezeit die Grundlage der hõheren Bildung bleiben. Für die an dem gleichen Vormittag seitens des Freien Deutschen Hoch- stifts und der Deutschen Goethe-Gesellschaft veranstaltete akademische Feier, deren Glanzpunkt die Rede Erich Schmidts über Goethe und Frankfurt bildete, war uns mit dankenswertem Entgegenkommen eine gröſsere Zahl von Eintrittskarten zur Verfügung gestellt, sodafs die meisten Schüler der oberen Klassen auch dieser hervorragendsten Ver- anstaltung der ganzen Festzeit beiwohnen konnten. Am Abend des 1. September fand im Opernhaus eine Aufführung von Goethes„Faust“ für die Schüler der höheren Lehranstalten zu ermäſfsigten Preisen statt.
Zur Feier des Sedantages zog die Anstalt wie in den voraufgegangenen Jahren nach dem wiederum freundlichst uns überlassenen Platze an der Rennbahn hinaus. Die Ansprache wurde dieses Mal von Herrn Oberlehrer Dr. Knoegel gehalten. Als dann die turnerischen Ubungen beginnen sollten, trat bedauerlicherweise ein anhaltendes Regen- wetter ein, das zum Abbruch der Feier nôtigte. Die geplanten Turnspiele und Wett- kämpfe wurden am Nachmittag des 6. September nachgeholt. Die Eltern und Angehörigen unserer Schüler hatten sich zu unserer Freude zahlreich eingefunden und folgten den Vorführungen mit gespannter Aufmerksamkeit. Für jede Klasse war ein Preisturnen angeordnet, das in den unteren Klassen sich auf volkstümliche Ubungen beschrânkte, in den mittleren und oberen vorzugsweise in Geräteübungen bestand. Von den Schülern der Primen, die zum Wettturnen— Reck, Barren, Pferd, Stabhochsprung— sich gemeldet hatten, erhielten folgende Preise: 1. Karl Uersfeld I2 b(45 Punkte), 2. Heinrich Mappes Lia und Paul von Pidoll Ieb(44), 3. Johannes Meurer Iia(40), 4. Kuno Falkenhan I a(38), 5. Otto Krengel L a und Karl Hotz La(35), 6. Paul Trommershausen I, b(34), 7. Wilhelm Freudenberg Iia(33), 8. Bruno Saaler I a(31), 9. Anton Deschauer I2 a(30).
Gegen das Ende des Sommerhalbjahres wurde, und zwar am 13. September, von Herrn Turninspektor Weidenbusch unter den Schülern der höheren Lehranstalten, die die Turnspiele regelmässig besucht hatten, ein Wettkampf in Laufen, Kugelstofsen, Weit- sprung und Gerwerfen veranstaltet. In der ersten Abteilung, die die Schüler über 17 Jahren umfafste, errangen von unserer Anstalt Preise: Johannes Meurer Iia(2. Preis), Wilhelm Freudenberg Iia(3. Preis), Heinrich Mappes Iia(6. Preis), Paul von
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