Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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Liest man:

5 Nec mihi mille iugis Campania pinguis aratur,

4 Nec bibit e gemma divite nostra sitis:

3 Nec tamen inviso pectus mihi carpitur auro,

6 Nec miser aera paro clade, Corinthe, tua, so ist gesagt, was mit v. 21, 22 sich verträgt. Uebrigens

zeigt sich hier dasselbe Verfahren, welches ich an dem letzten Gedichte des vorhergehenden Buches nachgewiesen habe, ebenso wie in 31 u. 32, dass nämlich Properz aus- führlich den konkreten Anlass schildert, an welchen er dann seine Betrachtungen anknüpft. Diese Einleitungen sind das Bindeglied, mittelst dessen er in seine Cynthia- lieder Fremdartiges einfügt. Eine solche Gewohnheit sollte bei der Frage nach der Zusammengehörigkeit zweier Stücke nicht unbeachtet bleiben. Belegt ist sie auch mit der Kleopatraelegie IV, II.

IV. L. 3, 27(:

Ergo Musarum et Sileni patris imago

Fictilis, et calami, Pan Tegeaee, tui etc.

Hier ist die Partikel ergo vergeblich von Lachmann verteidigt worden, wie Keil Observationes criticae in Propertium S. 30 nachweist. Ueber die verschiedenen Emendationsversuche berichtet die Ausgabe von Bährens, der selbst am weitesten von der Ueberlieferung sich ent- fernt. Ich lese:

Oraque Musarum et Sileni patris imago.

Ora empfiehlt sich durch das parallele imago, auch gewinnt der Vers an Fluss.

TV, L. 18. 9:

Hic pressus Stygias vultum demisit in undas.

Dies hic von v. 5 wird, wenn man die leichte Emen- dation von Guyet annimmt, nach der Parenthese wieder- holt, und zur Annahme einer Lücke ist kein Anlass. Das Ereignis, welches das ganze römische Volk tief empfand,