Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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Cäsars zu besingen ist eine Aufgabe für Vergil, den Sänger der Aeneide:

v. 65. Cedite Romani scriptores, cedite Grai: Nescio quid maius nascitur Iliade.

Hierauf muss mit Lachmann v. 83 u. 84 gelesen werden, doch mit der Aenderung:

Nec minor his animis et, si minor, ore canorus Anseris indocto carmine lusit olor.

Lusit setze ich statt cessit, weil nur so die sicht- liche Anspielung auf Verg. Ecl. IX 35 u. 36:

Nam neque adhuc Vario videor nec dicere Cinna Digna, sed argutos inter strepere anser olores

den entsprechenden Sinn ergiebt:Aber nicht mit weniger hohem Schwunge, und wenn, so hat der melodische Schwan spielend ein kunstloses Lied(indoctum anseris carmen) gesungen. Und hieran reiht sich die Stelle, in welcher dem hohen Lob der Aeneis ein nicht geringeres den der erotischen Elegie näher stehenden Bucolica und Georgica zugefügt wird: Du(mit Nachdruck: der grosse Epiker) sangst von Thyrsis etc., du sangst die Lehren des Dichters von Ascra. Diese herrlichen Lieder sind des Apollo würdig. Aber dennoch, fährt er mit stolzer Bescheidenheit fort, werden auch solche Lieder wie die meinen(so erkläre ich jetzt mit andern in v. 81 haec) gerne gelesen werden von jedem,

sive in amore rudis, sive peritus erit. Darauf 85: Haec quoque perfecto ludebat Jasone Varro etc.

Von den früheren Versuchen, die Stelle über Vergil herzustellen, welche mir bekannt geworden sind, glaube ich den von Ribbeck nicht unbesprochen lassen zu dürfen. Er ist der Ansicht, es hätten Ascraei veteris praecepta poetae als ein bedeutenderes Gedicht neben der Aeneide,

nicht ihr mit den Idyllen gegenübergestellt, genannt werden 3*