Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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indessen ersichtlich, dass die, welche das Epos cultivierten, etwas geringschätzig auf die Elegie als levior Musa blickten. Dieser gelehrteren, dem Leben und der Gegen- wart abgewandten Richtung gegenüber macht Properz geltend, dass eine Poesie, welche ihren Stoff der persön- lichen Erfahrung und Empfindung entnehme(inque tuos ignes, dure poeta, veni), naturgemäss auch auf einen tieferen Eindruck rechnen könne. Selbst ein Antimachus, selbst ein Homer sei ihm kein so zuverlässiger Führer zu ergreifender Dichtung als die Liebe: Despicit et magnos recta puella deos. Aber, fährt Properz nach Ausführung dieser Gedanken launig fort,so leicht giebst du dich nicht gefangen. Wie der Stier nur mit hartem Zwange sich dem Pfluge fügt, so wirst du dich nicht entschliessen(per te patieris), das harte Liebes- joch auf dich zu nehmen, wenn ich nicht, so trotzig du bist, dich bändige. Hier ist es doch wohl klar, dass von wirklicher Liebe zu Cynthia bei Lynkeus nicht die Rede ist, vielmehr haben wir hier den poetischen Ausdruck für den Satz:du wirst bei deiner Richtung starrsinnig verharren, nicht zur erotischen Elegie dich entschliessen oder sie nicht gelten lassen, wenn ich nicht mit siegreichen Gründen dich überzeuge. Und es folgt die Beweisführung, wie man sie in einem Gedichte erwarten kann. Harum (bezeichnet die Frauen deutlich genug, ohne dass es einer Umstellung des Verses bedarf) nulla solet rationem quaerere mundi etc.

Aspice me, cui parva domi fortuna relicta est, Nullus et antiquo Marte triumphus avi,

Ut regnem mixtus inter conviva puellas Hoc ego quo tibi nunc elevor ingenio.

Darum, fährt er fort, lass mich meine Befriedigung darin finden, im Heute mit Behagen den Genuss von gestern zu schildern(hesternislanguerecorollis), denn die Liebehat mich zum lyrischen Dichter gemacht. Die grossen Thaten