Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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auch von Birt bemerkt worden ist) Propertius mit Absicht an das Ende des Buches, ja es ist sogar denkbar, dass die Schlussverse von ihm zu diesem Zwecke nachträglich modificiert worden sind, man beachte nur das letzte Distichon:

Cynthia quin etiam versu laudata Properti, Hos inter si me ponere fama volet

aber seine Entstehung verdankt das Gedicht dem Verkehr mit einem geistvollen Freunde und einer besonderen Ge- legenheit, über welche der Dichter selbst genügende An- deutungen giebt. Lynkeus, ein Mann in reiferen Jahren, Verehrer und Nacheiferer der epischen und tragischen Dichtung der Jonier und Attiker, hat bei heiterem ge- selligen Zusammensein hesternis corollis v. 59 lässt diese Beziehung zu von Cynthias Schönheit und wohl auch dem Geiste, mit welchem sie Propertius Elegieen würdigt unddeducta voce vorliest, sich bezaubert gezeigt. Propertius fingiert Eifersucht, führt diese Fiktion auch mit Lebhaftigkeit aus, spricht aber dann in vollster Unbefangenheit seine Freude aus über den Eindruck, den Lynkeus empfangen v. 26: Solum te nöstros laetor adisse deos. Das heisst freilich zunächst:ich freue mich dass du meinen Göttern Venus und Amor deine Verehrung zugewendet hast, also der Liebe huldigst und meiner Geliebten, aber dieselben Götter sind es ja, welche zur Liebeselegie begeistern, und weil er den Freund für diese zu gewinnen hofft, sieht er die Huldigung desselben allein ohne Eifersucht.(Solum ist nicht, wie ein Bergk wollte, in serum zu ändern.) Dass eine doppelte Strömung in der damaligen römischen Litteratur herrschte, bemerkt ausser andern mit Recht Heimreich Quaest. Propert. p. 49, doch mit nichten ist ein feindliches Verhältnis zwischen den Vertretern beider Richtungen zu bemerken, wie ja die von Heimreich nicht übersehene Freundschaft

Tibulls mit Horaz und Vergil genügend zeigt. Es ist 3