Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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Properz, muss hier als Heilmittel an Umstellung der Verse gedacht werden. In der That hat Scaliger einen sehr weitgehenden Versuch nebst Aenderung des Textes ge- macht, der trotzdem nur teilweise befriedigt. Alles erledigt sich dadurch, dass man die Verse 7 10 vor v. 1 setzt und die sogenannte El. 32 als Fortsetzung von 31 aner- kennt. Mit hoc loco ist, passend nach so begeisterter Schilderung, das palatinische Heiligtum, insbesondere die prachtvolle Säulenhalle bezeichnet. Auf den Rat, sich hier recht oft zu ergehen, folgt als Begründung der Vorwurf über die offenbar jüngst vorgekommene Teilnahme an dem Fackellauf der Trivia. Warum dies anstössig und Arg- wohn erweckend sei, sagt v. 1 u 2 deutlich genug. Die Beziehung ist nicht zu verkennen, wenn es heisst:

Nam tibi me credere turba vetat, Cum videt accensis devotam currere taedis In nemus et Triviae lumina ferre deae: Qui videt(die ganze turba) is peccat: qui te non viderit ergo Non cupiet: facti lumina crimen habent.

Wer dich dort sieht, ist unrein: halte dich also solchen Schaustellungen fern. Passend schliesst sich nun als Beweis, dass es bei dem Besuch dieses Heiligtums darauf abgesehen sei, die Blicke der Menge auf sich zu ziehen, die Aufzählung mehrerer ähnlicher Fälle an: nam quid Praeneste etc., wo die von Bährens aufgenommene Emen- dation: Appia cur totiens te via Lanuvium als an- sprechend bezeichnet werden muss.(Ist das Gesagte richtig, so fällt damit, was Marx De S. Propertii vita et librorum ordine temporibusque, S. 19 über das Stück 31 gemutmasst und weiter gefolgert hat.) Soviel über das Ganze. Ungern vermehre ich die Zahl der Conjecturen zu v. 61. Hier ist die Ueberlieferung mangel- haft. Da sich in den besseren Handschriften einerseits findet tuque es imitata, andererseits sive es imitata,