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II, 31 u. 32.(L. III, 27 u. 28).
Der Versuch Scaligers, die in den meisten Hand- schriften als ein Ganzes gebotenen drei Stücke 30, 31 u. 32 durch verwegene Umstellungen, nicht ohne eingreifende Aenderung des Textes, zu einer lesbaren Elegie zu ge- stalten, musste freilich verworfen werden, und die Her- stellung der überlieferten Ordnung durch Lachmann hat dem Verständnis näher geführt. Doch erscheint ein weiterer Schritt dazu möglich, wenn man Fragen, welche dem Leser des 31. und 32. Stückes von selbst sich auf- drängen, nicht kurzweg abweist.
In dem ersten Stück leitet eine an Cynthia gerichtete Frage die Schilderung der Prachtbauten des Palatinus ein. Ist nun der Apollotempel Gegenstand dieses Gedichtes gewesen, oder war dies nur Beiwerk einer erotischen Elegie? Das erste sehe ich als ausgeschlossen an. Hätte Properz die Verherrlichung dieses Complexes von Kunst- werken sich zur Aufgabe gemacht, so wäre sie umfang- reicher ausgefallen. Wenn in dieser Hinsicht Lachmann sagt: Hoc ut longo et absoluto carmine faciat, non poscit Cynthia: cur igitur nos poscamus? so ist dies mehr witzig, als wahr. Indessen scheint die Fortsetzung eines Cynthialiedes zu fehlen und Perrejus Recht zu be- halten, der eine neue Elegie folgen lässt, deren Anfang fehle. Wäre nur das Weitere von Anstoss frei und ver- ständlich! Erstens: auf welchen Satz weisst v. 3 u. 4 mit der Conjunction nam zurück? Zweitens: was bedeutet in v. 7 hoc loco, da vier Orte vorher genannt sind? Drittens bleibt unverständlich, warum auf die Aufzählung der Orte, wo sich Cynthia der Menge zu zeigen liebt, nicht sofort die Ausführung über ihre anstössige Beteiligung an dem Fackellauf im Heiligtum der Diana zu Aricia folgt, sondern der Satz dazwischen tritt: hoc utinam spatiere loco! welcher da empfiehlt, wo man eine Ab- mahnung erwartet. Dass hier die Ordnung der Verse ge- stört ist, lässt sich nicht verkennen: wenn irgendwo in


