Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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werden durch die Emendation von Bährens, welcher schreibt: Sic loqueris; zweitens aber muss diese Rede des Freundes bereits mit v. 2 schliessen, weil die Rede des Properz doch sicherlich nicht mit Quodsi(v. 5) be- ginnen kann, während andererseits der Inhalt von v. 1 u. 2 nicht ausreicht, um eine so erregte Erwiderung zu erklären, wie sie v. 3 u. 4 trotz ihrer Dunkelheit ohne Zweifel enthalten. Was aber diese Verse betrifft, in welchen sich zwischen Hexameter und Pentameter keine Verbindung herstellen lassen will, so habe ich den Eindruck, dass nach v. 3 ein Pentameter, der diesen erst verständlich machte und ein Hexameter, der die Aussage zu den beiden Subjekten(pudor-amor) des folgenden Pentameters ent-

hielt, ausgefallen sei.

Mit v. 5, in welchem innerhalb des Complexes dieser drei Elegieen der Dichter selbst zum ersten mal den Namen der Cynthia nennt, gewissermassen durch die verwunderte Frage des Freundes genötigt sein Schweigen zu brechen, erfolgt die auch dem Leser nötige Auf- klärung. Cynthias Kälte, so lautet sie, sei Anlass zu dem in El. 22 vorgegebenen Abfall von seinen Grund- sätzen. Die folgenden 2 Disticha(v. 5 8) bedürfen der Erläuterung. Es handelt sich dabei darum, das erste mit dem zweiten in Einklang zu bringen. Aus dem Verse

Urerer et quamvis, nomine verba darem,

auch wenn ich liebte, so würde ich doch den Namen verschweigen, geht nämlich hervor, dass der Dichter mit v. 5 u. 6 sagen wollte:Wäre mir Cynthia so ergeben, so wäre ich nicht durch das Verhältnis zu ihr in den Ruf des zügellosesten Lebens gekommen.Denn, so ist seine Meinung, erst ihr Widerstand hat mich genötigt in einer Weise um sie zu werben, die meinem Rufe schadete. Diese Weise schilderte ja genügsam I, El. 16. Die Lieder aber, auf welche der Freund hin- gewiesen hat, verschwiegen den Namen. Wollte man