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bezeichnet, der für den Dichter früher verwerflich gewesen sei, zweitens ist eine solche Liebe(offenbar das„quaerere viles“) bezeichnet als Trunk aus einer Pfütze. Dennoch müsse dieser Trunk ihm jetzt als süsses Wasser erscheinen. Denn, so fährt er fort, den Einwurf vorwegnehmend, dessen Inhalt sofort aus der Erwiderung sich ergiebt,„das Buhlen mit einer matrona(das Laster der Zeit) erniedrigt den freien Mann“:
Ingenuus quisquam alterius dat munera servo etc.
Nachdem dies ausgeführt ist und zwar in der drastischen Weise, die an Horaz Satiren erinnert, kommt er mit v. 21 auf den Entschluss zurück, im Einklang mit den in El. 22 ausgesprochenen Grundsätzen der Leichtfertigkeit zu leben mit den Schlussversen:
Et quas Euphrates, et quas mihi misit Orontes Me capiant, nolim furta pudica tori:
Libertas quoniam nulli iam restat amanti, Nullus liber erit, si quis amare volet.
Die beiden letzten Verse, tautologisch des Nachdrucks halber, begründen, warum er auf Liebe(einen dauernden Bund) verzichtet.— So das erste Liederpaar. Ihm steht nun die Elegie 24 gegenüber, deren Anfang zwar ver- stümmelt ist, über deren Tendenz aber kein Zweifel sein kann. Sicherlich ist, wie Lachmann annimmt, der angeredete Freund derselbe Demophoon, wie in El. 22. An ihn sind alle drei Elegieen gerichtet. Die Beziehung der dritten auf die vorhergehenden ist eine so enge, dass jene erst hier ihre Erklärung erhalten, ja dass man an- nehmen darf, der Dichter würde jene ohne diese nicht veröffentlicht haben. Leider aber fehlen von El. 24a vor dem ersten Verse ein oder mehrere Disticha. Denn wenn auch ein solcher dramatischer Anfang nicht unge- wöhnlich ist, zumal bei Properz, so müssen die Worte tu loqueris doch als unvollständiger Ausdruck auffallen, und sie würden auch nur notdürftig verständliche Rede


