Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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sie als Fragment einer Elegie erscheinen. Hertzberg glaubt die Zugehörigkeit zu 22 mittelst Interpretation, Bährens durch Annahme eines Ausfalls vor 43 halten zu können.

Ich glaube das von Lachmann Gegebene und aus- führlich Verteidigte im ganzen als Grundlage der Erklärung festhalten zu müssen. Diese Erklärung aber ist hier nur in den Worten des Dichters selbst zu finden.

Es muss auffallen an dieser Stelle, zwischen El. 21 und 24b, zwei Gedichten, welche, an Cynthia gerichtet, eine leidenschaftliche Versicherung treuer Liebe enthalten, ferner gegenüber zahlreichen andern Stellen, welche nicht bloss als Ausdruck vorübergehender Stimmung, sondern eines sittlichen Urteils die Treue(wenn auch häufiger die der Frauen) preisen(vgl. besonders II, 25 und darin v. 37 und III, 20, 35), eine Gruppe von Gedichten zu finden, deren erstes und zweites als eine beredte Verteidigung der nequitia erscheint. Und zwar führt hier Properz, an einen Freund sich wendend, erst aus:

22, 16: Uni cuique dedit vitium natura creato, Mi fortuna aliquid semper amare dedit.

Dann aber geht er weiter zur Motivierung prinzipieller Untreue v. 35:

Aspice uti caelo modo sol modo luna ministret: Sic etiam nobis una puella parum est.

Dies alles in gesucht leichtfertigem Tone. Sehen wir von den letzten vier Distichen dieser Elegie, die zweifellos an diese Stelle nicht gehören, ab, so folgt in der El. 23 zuerst ein Distichon, welches mit deutlicher Beziehung auf das vorhergehende Lied(ausgedrückt durch haec semita) die darin ausgesprochenen Grundsätze verwirft; denn mit den Worten

Cui fuit indocti fugienda haec semita vulgi, Ipsa petita lacu nunc mihi dulcis aqua

ist erstens der vorher genannte Weg als der des volgus