Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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II, 17 u. 18(L. III, 8 u. 9). Was Otto in der öfter citierten Abhandlung S. 12 über meinen Versuch, aus dem hier Ueberlieferten eine Elegie herzustellen geurteilt hat, ist zum Teil überzeugend: die Ausstossung des Schlusses der 17. Elegie ist nicht genügend motiviert, und für die 18. schliesse ich mich dem Satze an, dass durch einen grösseren Ausfall sowohl der weitere Fort- gang von v. 14, als auch der Anfang des folgenden Gedichtes verloren gegangen sei. Nicht zuzustimmen jedoch vermag ich seinem Heilungsversuch an dem v. 15 der El. 14. Schreiben wir hier Nec libet, so verstösst dies gegen das Gesetz der Steigerung und ist dadurch doppelt anstössig, weil nun aus dem verzweifelten Aus- rufe:jetzt möchte ich mich vom Felsen stürzen oder Gift nehmen durch die motivierende Erklärung: neclibet intriviissiccarequiescere luna etc. der Ausdruck einer Absicht wird, welcher fast komisch wirkt. So schlage ich denn meinerseits vor, ohne jede Aenderung des überlieferten Textes diesen Ausruf(v. 13 u. 14) nach v. 10 zu setzen. Einerseits ist er dann die Anwendung des allgemeinen Satzes:

Durius in terris nihil est quod vivat amante, Nec, modo si sapias, quod minus esse velis

auf die Lage des Dichters, andererseits wird die leiden- schaftliche Erregung gerechtfertigt durch die nun zusammen- hangenden Disticha:

Quem modo felicem invidia admirante ferebant, Nunc decimo admittor vix ego quoque die,

Nec(und nicht einmal) licet in triviis sicca requiescere luna,

Aut per rimosas mittere verba fores.

In der 18. Elegie hat Scaliger mit Recht die Verse 21 u. 22 mit v. 1 4 verbunden, wodurch dann der Grund wegfällt, mit v. 23 eine neue Elegie beginnen zu lassen.