Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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welche gerade durch v. 15 geschützt sind. Dass darauf eine andere Metapher folgt, von der Schifffahrt entlehnt, hat Hertzberg bemerkt, und es ist klar, dass damit das Freudvoll und leidvoll bezeichnet werden soll:Wie auf wechselnder Flut fühlen wir uns umhergeworfen. Auch dass der Windhauch, der uns treibt, immer wechselt, ist verständlich; aber was soll nostra? Man könnte vermuten: nota, was hier bedeutete eadem. Aber nostra lässt sich auch erklären als günstig, vgl. nostra occasio.

Zu v. 18 kann mich L. Müllers Verteidigung von Bährens Emendation J. puer, en nicht überzeugen. Offen- bar ergiebt die Vergleichung der Handschriften, dass hier im Archetypus gelesen wurde Si puer est und zwar wahrscheinlich die Sylbe er halbverwischt. Wenn im Neap. am Ende des Verses steht puella tuo, so wird dies niemand für absichtliche Fälschung halten, womit auch die Herleitung aus dem überlieferten puer fällt. Es ist vielmehr wahrscheinlich, dass auch das Ende des Verses unleserlich war. Mir erscheint deshalb die Aenderung von puer in pudor als das leichteste. Die Bedeutung der Formel aber steht, wie ich zu I, 9, 33 bemerkt habe, nicht im Wege.

II, 13, 14 u. 15.

Dass mit El. 13, v. 17 eine neue Elegie anfängt, ist anerkannt. Die Schwierigkeiten, welche der Erklärung erstens die Stelle, an welcher wir dieses Lied finden und dann seine Zusammensetzung schaffen, habe ich in meiner oben erwähnten Abhandlung S. 10 zu bewältigen versucht. Eine wiederholte Betrachtung veranlasst mich, die damalige Aufstellung zurückzunehmen. Nur eine Prüfung der Ele- gieen 13 15 im Zusammenhang in Hinsicht auf ihr gegen- seitiges Verhältnis und die richtige Folge ihrer Teile kann hier Licht bringen. Das diese Lieder eine Gruppe bilden (ob eine vollständig erhaltene ist zweifelhaft) und dass diese sich anschliesst an das 12. Lied und das ohne An-

stoss sich anreihende 13, 1 16 bedarf keines Nach- 2