Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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Liber eram et vacuo meditabar vivere lecto; At me composita pace fefellit Amor.

Und wie das zweite Buch mit einer betrachtenden Elegie über den eigenen Dichterberuf beginnt, und daran sich ein Lied reiht, das die neue Folge von Liebes- elegieen einleitet, so eröffnet das dritte mit El. 12 eine Schilderung und Deutung der Gestalt des geflügelten und mit uuheilbar treffenden Geschossen bewehrten Liebes- gottes, auf welche dann in El. 13, 1 16 das Geständnis folgt, dass Amor, der den Dichter mehr wie jemals beherrsche, ihm das unmöglich mache, was er am Schlusse des vorhergehenden Buches gewollt:

Hic me tam graciles vetuit contemmnere Musas. Iussit et Ascraeum sic habitare nemus,

Non ut Pieriae quercus mea verba sequantur, Aut possim Ismaria ducere valle feras,

Sed magis ut nostro stupefiat Cynthia versu.

Und wie hier deutlich auf den ersten Teil des Schluss- gedichtes von Buch II zurückgewiesen ist, so auf den letzten durch die Art, wie er seine Aussöhnung motiviert:

Me iuvet in gremio doctae legisse puellae Auribus et puris scripta probasse mea.

II, 12(L. III, 2). Der Grundgedanke ist in V. 15 ausgesprochen:

Evolat, heu! nostro quoniam de pectore nunquam.

Dem geht aber ein objektiv gehaltener Eingang vor- her, welcher die bildliche Darstellung Amors deutet, sicherlich mit Reminiscenzen aus griechischen Dichtern, wie sie auch in der späteren griechischen Litteratur wiederkehren.(S. darüber Hertzberg zu dieser Elegie und Mallet Quaestiones Propertianae S. 17.) Diese Ab- hängigkeit erklärt zum Teil auch die nicht zu leugnende Dunkelheit der Verse 68. Schwerlich ist an den Worten: Fecit ethumano corde volare deum zu ändern,