Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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stimmten Kranz vor seine Füsse legt, Augustus nur dies kleine Lied widmen, denn noch habe ich mich im heroischen Liede nicht versucht. Von dir aber, Cynthia, wende ich mich für immer ab dies der Gedanke der verlorenen Verseandere mögen, dich besingend, Samen auf unfrucht- bares Land streuen. Glaube mir, alles was dir dein Verrat an mir gebracht hat, wird vergehen und der Ruhm dir ent- gehen, den ich dir gebracht haben würde: der an deinem Grab- hügel vorübergehende Wanderer wird nicht sprechen: hier ruht das Mädchen, welches seinen Dichter verstand(docta).

Man wird nicht bestreiten können, dass diese Um- schreibung sich genau genug an die Worte des Dichters anschliesst, um seine Absicht kenntlich zu machen, und dass nichts der Annahme entgegensteht, dass wir mit der angedeuteten kleinen Ergänzung eine vollständige Elegie vor uns haben. Zugeben wird man endlich, dass ein Buch kaum passender schliessen konnte, als mit den Schluss- worten dieser Elegie.*) Dass dergleichen in der Art des Propertius liegt, zeigen die Schussverse des foigenden Buches II(III L.) 34:

Cynthia quin etiam versu laudata Properti, Hos inter si me ponere Fama volet.

Dass das erste Buch in anderer Weise, mit einer Notiz über die Person des Dichters, abschliesst, erklärt sich genügend daraus, dass es die erste Veröffent- lichung war.

Dass in einem dritten Buche eine neue Reihe von Cynthialiedern folgt, ist ohne Anstoss. Es wieder- holt sich der Vorgang, den II, 2 behandelt:

*) Anmerkung. Dies sagt auch MarxDe Prop. vita et libr. ordine p. 79, doch ohne El. 10 u. 11 als ein Lied anzusehen. Auch über die Eröffnung des 3. Buchs mit der 12. Elegie hat er die von mir vertretene Ansicht ausgesprochen, nur dass er die Ausgabe von Buch II u. III durch den Dichter selbst bestreitet. Seine Ansicht, dass dessen Freunde schon diese Bücher in dem heutigen Zustande vorgefunden und unverständliche Fragmente veröffentlicht hätten, ist ganz und gar unannehmbar.