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meter sucht sichtlich durch geschwätzige Wiederholung die Dürftigkeit des Inhalts zu verdecken, und was der Pentameter zum Lobe des Kaisers sagt, passt nicht an unsere Stelle. Wollte der Dichter von Augustus reden, so ist seine Festigkeit gegenüber den Künsten der Cleopatra das, was hier zu rühmen ist. Dem besiegten Antonius ist hier sein Sieger, den zu erwähnen kein Anlass war, gegenübergestellt. Properz kann dies nicht gethan haben; die Verse müssen wol interpolirt sein. II(IID, 17, 13 u. 14. Nunc iacere e duro corpus iuvat, impia, saxo, 3 Sumere et in nostras trita venena manus.
Diese Verse sind an der Stelle, wo sie nach den Handschriften stehen, so störend, dass Lach- mann(ed. I) iuvat in iubet ändern zu müssen glaubte. Er fügte aber dann richtiger hinzu, er glaube, es könne nur dadurch geholfen werden, dass dieses Distichon an eine andere Stelle versetzt werde. Er schlägt vor:
12. Nunc decimo admittor vix ego quoque dic, 15. Nec licet in triviis sicca requiescere luna
16. Aut per rimosas mittere verba fores.
13. Nunc iacere e duro corpus iubet impia saxo 14. Sumerc et in nostras trita venena manus.
Der Zusammenhang zwischen v. 12, 15 und 16 ist dadurch unstreitig richtig hergestellt. Aber warum die Aenderung von iuvat in iubet? Die Verse 13 und 16 können in der überlieferten Lesart nicht vor dem Verse 14 stehen. Quid hoc, bemerkt Lachmann mit Recht, quam- vis iuvet se de saxo deiicere, aut veneno hausto perire, tamen dominam nolle mutare? Dennoch ist auch so nur nothdürftig geholfen. Wer das, was in den Ausgaben als 14te Elegie bezeichnet ist, mit einem unzweifelhaft vollständigen Gedichte des Propertius vergleicht, wird zugestehen, dass wir eine erschöpfendere Behandlung des Themas von ihm zu erwarten hätten, welches hier in bitterstem, leidenschaftlichstem Ton angeregt wird, um dann plötzlich mit der matten Reflexion 1
Quod quamvis itu sit, dominam mutare cavebo
Tum flebit, cum in me senserit esse fidem bei Seite geschoben zu werden. Die Verse sind unächt und hier eingeschoben, um einen Abschluss zu erkünsteln, der darum nöthig schien, weil ein Zusammenhang mit den nächstfolgenden Versen 14, 1—4 nicht besteht. Nun sind aber diese beiden Distichen auch ohne innere Verbindung mit dem Folgenden. Eben darum aber, weil sie so sichtlich isolirt hier stehen, halte ich sie nicht für gefälscht, sondern für ein Fragment, das ebenso ungeschickt hier untergebracht worden ist, wie das als 11tes Stück dieses Buches bezeichnete: Scribant de te alii etc. an seiner Stelle. Entfernt man diese Verse, so wird man gegen die von Lachmann in ed. 1 angeführte Behauptung des Livinejus nichts einwenden können, dass 17 und 18 eine Elegie sind; denn an 17, 14(nach obiger Umstellung das letzte Wort des ersten Stückes) schliesst sich 18, 5(der erste Vers des zweiten Stückes) so ohne Schwierigkeit an, dass eine Lücke hier nur darum wahrscheinlich ist, weil die Einschiebung von Fremdartigem gerade hier erfolgt ist. Es erscheint aber weiterhin die an Cynthia gerichtete Rede durch das Distichon 21, 22
Quin ego deminuo curam, quod saepe Cupido
Huic malus esse solet, cui bonus aute fuit! abgebrochen. Nimmt man diese beiden Verse hier weg(denen schon Scaliger eine andere Stelle anzuweisen versucht hat), so ist jeder Grund beseitigt, hier mit Lachmann eine Schei-


