Aufsatz 
Zur Erklärung des Propertius / Hetzel
Entstehung
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nicht dem ersten der beiden Nachsätze zu, und ausserdem steht longas Iliadas in deutlicher Beziehung zu luctando.

Endlich ist die Unächtheit der v.v. 17 38 weder erwiesen, noch wahrscheinlich. Was die Anrede betrifft, so ist v. 1 quaeritis nicht, wie Heimreich meint, an sämmtliche Leser, sondern an den Freundeskreis, dessen Mittelpunkt Mäcenas bildet, gerichtet. Dass dessen Name erst v. 17 genannt wird, ist ebenso wenig auffallend, als dass I, 14 erst v. 20 den angeredeten Tullus nennt.

Besonders anstössig soll aber die Erwähnung der perusinischen Krieges sein in

v. 29: Eyersosque focos antiquae gentis Etruscae,

einmal weil Octavian sich durch denselben viel Hass zugezogen, dann weil die Erinnerung an das Unglück seiner Heimat für Mäcenas nicht angenehm gewesen sein könne. Wenn Propertius einen solchen Eindruck zu fürchten gehabt hätte, so hätte er schon am Schluss des ersten Buchs die von Heimreich erwähnten Verse 22, 3 etc. und selbst in 21 die Anführung der That- sache meiden müssen, dass ein Verwandter von ihm bei Perusia dem Schwerte Octavians ent- ronnen sei. Ich denke, wir dürfen nicht auf ein Vorurtheil hin(in Betreff der Stimmung des Volkes und des Mäcenas) über die Aechtheit dieser Stelle urtheilen, sondern müssen viel- mehr aus derselben lernen, wie damals in Rom über das genannte Ereigniss gedacht wurde.

II, 4. Dass mit dem Verse: His saltem ut tenear iam finibus ein anderes Gedicht anfängt, hat Lachmann überzeugend nachgewiesen; dass aber die Verse, die er, und nach ihm Haupt und L. Müller als vierte Elegie des Buches ansehen, ein Gedicht seien, davon habe ich mich weder durch die bis jetzt vorliegenden Erklärungen, noch durch eigne Versuche, einen Zusammenhang zu ermitteln, der nicht erkünstelt erschiene, überzeugen können.

Auch Hertzberg, der sich begnügt, der Ueberlieferung folgend mit v. 11 ein neues Lied beginnen zu lassen, geht nicht weit genug. Ich halte es für das Richtige, einzugestehen, dass wir hier nur Trümmer einer Anzahl von Gedichten haben. Schon das zweite Distichon kann dem ersten nicht durch ac angeschlossen werden. Zwar könnte man vermuthen, diese Partikel sei durch Versehen, weil acrius darüber stehe, etwa statt nam hierher gerathen. Aber es würde nur schaden, durch Emendationsversuche den Sachverhalt zu ändern. Ich nehme an, dass Folgendes denselben darstellt:

1. His saltem ut tenear iam finibus! ei mihi, si quis, Acrius ut moriar venerit alter amor!

2. Ac veluti primo taurus detractat aratra, Post venit adsueto mollis ad arva iugo, Sic primo iuvenes trepidant in amore feroces, Dehinc domiti posthaec aequa et iniqua ferunt. Turpia perpessus vates est vincla Melampus Cognitus Iphicli subripuisse boves; Quem non lucra, magis Pero formosa coögit, Mox Amythaonia nupta futura domo.

3. Multa prius dominae delicta queraris oportet, Saepe roges aliquid, saepe repulsus eas, Et saepe immeritos corrumpas dentibus ungues, Et crepitum dubio suscitet ira pede.

4. Nequiquam perfusa meis unguenta capillis, Ibat et expenso planta morata gradu.