Aufsatz 
Eine altfranzösische Alexiuslegende aus dem 13. Jahrhundert / hrsg. von Joseph Herz
Entstehung
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IX

693 u. 1017) neben paumier(480 u. 647), einmalhate(Var. 1085), sonst stets haut u. haute, mavais(Var. 271 u. 486), stets saver(Var. 245, 290, 550, 607, 650, 792), so auch savé (Var. 52 u. 403) und savee(Var. 540), an allen Stellen der Hs. vet(Lesart 17, Var. 104, 145, 177, 192, 200, 312, 315, 345, 672, 673, 737), ebenso revet(Var. 576), in sehr vielen Fällen a statt al=au ſdieses a ist in den Varianten(ebenso wie das a für as, s. u.) mit fetter Schrift gedruckt], z. B. 79, 87, 92, 248, 318, 429 etc. Ich habe nun, abgesehen vom Artikel a l' vor Vocalen, in allen Fällen au statt a, d. h. a mit vocalisirtem l, und ebenso eu statt e in vet in den Text gesetzt. Nicht durch den Schwund eines l, sondern wohl nur durch die Aussprache des Schreibers ist es zu erklären, dass wir neben euvre(2, 16, 533 u. 770) einmal(Var. 1199) evre in der Hs. finden; treve neben treuve, trueve ist schon oben besprochen worden. Nicht ganz selten hat die Hs. a statt ai: basier(Var. 774), dagna,(Var. 52), lasierent(Lesart 455), masnie(Var. 653), plat(Var. 149), trast(Var. 389). Ich habe hier, da die Hs. an sämmtlichen anderen Stellen laissier und plait gibt, überall ai geschrieben. Dieselbe Eigenthümlichkeit zeigt die Hs. des Aiol, wo ich in Försters Aus- gabe 9273 plasir, 10388 katis finde; im Elie de s. Gille(ed. Förster) steht 1900pladier. Wegen des Schwundes des i notire ich hier noch seut(Var. 313 u. 605) statt sieut(solet), wie auch 845 in der Hs. steht; über sieut vgl. man Tobler, GGA. 1874. S. 1041, Förster, Ch. II esp. XLI und Mussafia, Oest. Gymn.-Ztschr., 1877 S. 201. Parasitisches i zeigt sich dagegen: a) ein mal in dem einzigen in unserem Denkmale vorkommenden Subst. auf ati- cum, in coraige v. 184, während die Hs. 265 u. 695 corage hat, und so habe ich auch v. 184 geschrieben; vgl. noch v. 225 acoragiement. b) in paile(pallidus) 68 u. 364.

Folgende Punkte hinsichtlich der Lautgestaltung und Schreibung der Vocale in unserem Denkmale glaube ich jetzt noch hervorheben zu müssen: Ison statt aison aus ätionem steht in den beiden mit dieser Endung gebildeten Wörtern unseres Denkmals, nämlich in orison (orisons) 1 24 u. 538 und in pasmisons 1084; cf. Förster, Ch. II esp. XXXIX. Oi erscheint in enpoindre(von pungere) 109, aber ui(? ue) in puins(? puens) 950 u. 1011(von pugnus). Schwächung des o in e zeigt sich in: corechier(105, 172, 377 u. 771; cf. Romania III, 420), dolereuse(1005) Honeres(Var. 801), volentet(40 u. 342), volentes (678), volentiers(277 u. 694; cf. Ch. II esp. 85 u. 1068). Die in picardischen Texten häufige Zurückziehung des Accentes in der Participialendung iée, so dass dafürie erscheint, zeigt unsere Hs. viermal: v. 17 im Reime aparillie, 421 u. 985 chercie, 181 joncie. Aphärese des e finden wir in glise 555 u. 915, in glises 64 und in vesque 898. Statt des y der Hs. in einigen Substantiven, die entweder stets so, oder bald mit y, bald mit i geschrieben sind, habe ich, abgesehen von ymnes(1186) und ydrope(1136 u. 1150), stets i geschrieben; das y der Hs. in castoyer hat den Werth eines doppelten i, daher 1069 castoiier.

Ich komme endlich zu einer näheren Besprechung der Consonanten. In der Verwendung von c, ch, g, j, k und qu zeigt die Hs. eine grosse Unregelmässigkeit. Für die Wörter mit lat. du war es im allgemeinen leicht, einè consequente Schreibung herzustellen. Die Pronomina und die Conjunctionen haben in der Hs. durchweg qu; abgesehen von cui, coi, aucun und cascun, ist daher an den wenigen Stellen, wo c oder k in der Hs. stand, qu bei den Pron. und Conj. in den Text gesetzt worden. Die Hs. bietet ki(9), kest(1002, dagegen 1079 quert), con (= qu'on 145, 694, 823), cai(= qu'ai 574), cout(= qu'out, im Texte qu'ot, 885), in Betreff der Conjunctionen u. a.: capres(= qu'apres 3), cen(= qu'en 31), kentor(=qu'entor 644), kil (= qu'il 7, 11, 73), cot(= qu'ot 110). Auch für lat. unquam, wofür die Hs. 707, 797, 852 u. 856 onkes gibt, ist überall onques geschrieben worden, und dies ist auch die handschrift- liche Schreibung des Wortes in 448, 636 u. 1212.

Weit grösser war die Anzahl solcher Wörter, deren orthographische Regelung den Laut betraf, welcher auf lat. ce, ci, auf lat. assibilirtes t und auf deutsches(od. arab.) k zu- rückzuführen ist. Die Handschrift selbst hat über siebenzig Wortgruppen(ich gebe auf der folgenden Seite unter dem Texte ein alphabetisches Verzeichniss derselben), welche ihre Erklärung in den Auseinandersetzungen finden, die von Tobler, Aniel XX u. XXI und von