Aufsatz 
Eine altfranzösische Alexiuslegende aus dem 13. Jahrhundert / hrsg. von Joseph Herz
Entstehung
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VII

möglich(EW. 315). Das letzte Wort von 456, sami nach der Hs., wird an den anderen Stellen in P(816 Acc. pl. les samis und 1122 Acc. sing. samit) ganz richtig geschrieben. In Laisse XXI hat die Hs. am Schlusse von 489 oit, 490 crit, 491 oblit und 499 vit. Am Schlusse von 496 steht in der Hs. deli, dasselbe Wort, welches, wie oben bemerkt, 460 rich- tig delit geschrieben ist. Das 497 in der Hs. stehende peti kommt nie ohne t vor(EW. 251 s. V. pito); das handschriftliche contredi(contradictum) in 498 ist auch in dieser Schreibung unmöglich; desgleichen muss das von meritum stammende meri der Hs., v. 500, ein t haben (vgl. Berte 1324 und 1325 delit: merit). Beachtenswerth ist endlich das handschriftliche, unter den Lesarten verzeichnete nourit in v. 1052. Ich erwähne hier noch in Betreff des End-t die in der Hs. stehenden Wörter conroit(v. 515) und foit(108 u. 827).

5.) In den Reimen auf er in Laisse X, die aber(S. o) vielleicht ganz interpolirt ist, finden wir v. 303 den Nom. Sing.li ber.

6.) In den Reimen auf és(IX und XXX) kommen die folgenden Nom. Sing. vor: v. 272 la verités, v. 274 vostre virginités, v. 663 la soie humilités, v. 664 tote crestientés und v. 676 ses aés.

7.) Reime auf ier, iés und ie(1ie). In Betreff der zuerst von Bartsch beobachteten Ein- schiebung von i vor e nach gewissen Consonanten,Diphthongirung eines aus a entstandenen ie, verweise ich auf G. Paris Alex. 77 u. 78, sowie 267 u. 268, Förster Ch. II esp. zu v. 9524, Willenberg in Böhmers roman. Studien III, 420 421, und auf Gröbers Ztschr. für rom. Phil. II 529(in der Abhandlung von Ulbrich). Hiernach konnte apoiiés(751), delaiier (200), esmaiiés(749), proiier(171, 400, 632, 775 und 1185), proiiere(71, 911 und 1228) in den Text gesetzt werden.(Ueber ie aus iée vgl. S. VII).

8.) Im Reime auf iers hat die Hs. v. 681 den Nom. Sing. mollier; es war also molliers in den Text zu setzen.

9.) Was die Reime auf is betrifft, so ist zunächst auf den schon oben unter 3 besproche- nen Nom. Sing. caitis(374 u. 940), sodann auf den Nom.Alexis(578 u. 932) hinzuweisen. Vers 581 habe ich auf Grund des Reimes die gute Lesart von O in den Text gesetzt.

10.) Die Laissen auf or enthalten, abgesehen von drei Ausnahmen, nur Wörter mit ge- schlossenem o(6) aus lat. ö. Unter den leicht erkennbaren Wörtern auf lat. orem finden wir auch: freor 754(EW. 588 u. 762 im Anhang), lor 807(illorum), paor(pavorem) 757, 1238, 1248, tenror 1114, tristor 1103 u. 1224, verdor 1104(über das Ableitungssuffix or, oris vgl. Diez, Gr.¹ II, 349 350). Die drei Ausnahmen, d. h. Wörter mit aus u in Position, sind: estor 1239, von ahd. sturman(EW. 309), jor 802, 1102, 1246 und sejor 759 u. 806(von diurnus, EW. 105).

Indem ich an das unter 2, 3, 4 und 10 in Betreff der Reime Gesagte anknüpfe, will ich es jetzt versuchen, die von mir im Texte durchgeführte Schreibweise näher zu er- läutern. Zu 2.) Ich habe tens(tempus) statt tans 15, 95 und 267 in den Text gesetzt; die Hs. selbst hat auch 361 tens; vgl. über dieses Wort, welches sich zu an und en im Reime fügt, Paul Meyer a. a. O und Tobler, Aniel XXX. Zu 3. u. 4.) Jedes Wort in den Reimen auf é kann mit et geschrieben werden. Ist nun, wie wir weiter unten sehen werden, unser Denkmal der picardischen Mundart zuzuweisen, so müssen wir die Thatsache ins Auge fassen, dass die Wahrung des Schluss-t picardisch war und sich bis ins 16. Jahrhundert erhielt. Dann darf auch wohl die Schreibung von 0 in Betracht gezogen werden, wo wir, abgesehen von Laisse III, stets dieses Schluss-t vorfinden. Erwägt man ferner, dass die Hs. P sowohl bei einer kleinen Anzahl der Reimwörter, als auch(s. o. n. 3) bei einigen Wörtern innerhalb der Zeilen dieses et zeigt, so wird die von mir durchgeführte Schreibung mit et hoffentlich gerechtfertigt erscheinen. Dass für i im Reime it zu schreiben war, ist oben unter 4 nachgewiesen worden; hiernach habe ich auch die Schreibung innerhalb der Zeilen geregelt. Wegen dieser Endung it war in den Zeilen 463 467 0 in den Text aufzunehmen; es ergibt sich dies sofort aus der an der betreffenden Stelle notirten Lesart der Hs. P. Die Wörter ami und li(= ihr) können keint haben, also mit lit(459), delit(460) etc. nicht reimen. Zu 10.) Die angeführten Ausnahmen beweisen, dass im Dialecte unseres