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Messung ihres Wasserreichthums und nothwendig muss im Laufe der Zeiten eine diesen gehobenen Massen entsprechende Wärmeentwickelung in der Erde stattfinden. Dies ist die wesentliche Ursache der allgemeinen Wärme des Erdinnern. Der Sitz dieser Wärme- entwicklung liegt wohl nur in den obersten Schichten der Erde, bis wohin lösende Wasser eindringen, worüber wir keine sichere Kenntniss haben. Es bleibt unsicher, ob wir diese Schichten zu 1 oder mehreren Meilen Dicke annehmen sollen.“ Soweit P. Mohr.
Da von den Quellen abgesehen werden soll, so dürfte es schwer sein, wahrscheinlich zu machen, dass das die Flüsse speisende Wasser eine, oder gar mehrere Meilen in die Erde eindringt. Die Plussbetten sind bald im Detritus bald in festem Gestein eingegraben. Im letzteren Falle nehmen sie nur das von der Erdoberfläche abfliessende Wasser auf, nicht 8o wenn sie im Detritus fliessen. Dieser Detritus erstreckt sich oft viele Meilen in die Länge und Breite und ruht auf einer das Wasser nicht durchlassenden Unterlage. Der Regen dringt sogleich, wie auch das Schneewasser in den lockeren Detritus und dieser nimmt so lange Wasser auf, bis er ganz damit getränkt ist. Wäre dies nicht, so müssten in regenarmen Jahren die Plüsse versiegen. Die Tiefe der Detritusschichten lässt sich ge- wöhnlich nur durch Bohrversuche ermitteln. Bei Xanten hat man sie z. B. 59 Fuss gefunden, doch lag darunter noch ein feiner, der Tertiärperiode angehöriger grüner Sand.“) Man kennt indessen 1000 und mehr Fuss mächtige Detritusschichten. Solche Tiefen sind aber noch sehr weit von einer Meile entfernt. Wenn die grössten Tiefen des Oceans mit Sand oder Kies bis zur Oberfläche ausgefüllt würden, dann könnte man Detritusbildungen von 1 bis 2 Meilen Mächtigkeit erwarten. Da aber die mittlere Hõhe der Continente nach Humboldt nur 300 Meter, die mittlere Tiefe des Oceans etwa 1000 Meter beträgt, und die Oberfläche des Oceans bedeutend grösser ist, als die des Landes, so sind so mächtige Detritusbildungen selbst wenn die ganze Erdoberfläche in das Meer geführt werden würde gar nicht möglich. Sollten sie dennoch vorkommen, so stehen sie gewiss sehr vereinzelt da.
Weiter behauptet Mohr, dass zwar die Senkungen äusserst langsam vor sich gehen und Jahrhunderte lang unbemerkt bleiben können, dass aber die dadurch erzeugte Wärme dennoch eine sehr grosse ist, weil so grosse Massen gesunken sind und weil sich die Wirkungen der einzelnen Senkungen wegen des schlechten Leitungsvermögens der Gesteine addirt haben. Wenn nicht fortwährend Wasser in der Erde circulirte, dann wäre das allerdings richtig. Nehmen wir an das Wasser, welches im Laufe eines Jahres in die Erde sickert, habe die mittlere Temperatur des Eindringungsortes, so muss es einen nicht unbeträchtlichen Theil der durch Senkung erzeugten Wärmemenge wieder zur Oberfläche führen, weil die Wärmecapacität des Gesteins bedeutend geringer ist als die des Wassers und es ist sehr die Frage ob das einsickernde Wasser nicht sämmtliche durch Senkung erzeugte Wärme, der Erde entführen kann. Wüsste man wie viel Wasser jährlich in die Erde sinkt und wie tief es eindringt, dann liesse sich durch einfache Rechnung die Prage beantworten.
Um eine Anschauung von der Wärmemenge zu bekommen, die in der Erde durch Senkung grosser Massen entsteht, müssen wir zunächst die Wirkungsgrösse berechnen, ) Bischof(I. Geologie Band I.
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