Aufsatz 
Die erste Abiturienten-Prüfung / Chr. Hempfing
Entstehung
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Turnen. In Gemeinschaft mit den Schülern der oberen Abtheilung. Freiübungen und Geräthübungen. 2 St. wöchentl. 8

Quarta. Ordinarius: Reallehrer Keller.

Religionsunterricht. 1) Ausgewäühlte Abschnitte des alten Testaments, welche sich auf die Geschichte des Reiches Gottes beziehen, werden gelesen und erklärt. 2) Die Geographie von Palästina wird durchgenommen. 3) Das erste und zweite Hauptstück des Katechismus wird mit Bibelsprüchen eingehend durchgenommen. Das dritte, vierte und fünfte memorirt. 4) Die früher gelernten Kirchenlieder werden repetirt, Nr. 78, 54, 60, 88, 98 neu gelernt.

2 St. wöchentl.

5 Deutsch. a) Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus Hof und Paulsieks Lesebuch für Ouarta. Inhaltsangabe der Odysse und Ilias nebst der griechischen Mythologie, mündliches und bisweilen schriftliches Nacherzählen des Gelesenen. Memoriren von Gedichten und einzelnen Abschnitten aus der Prosa des Lesebuchs. b) Grammatil: Der zusammengesetzte Satz, Interpunktionslehre. c) Stylübungen: Alle zwei Wochen eine schrift- liche Arbeit beschreibenden und erzählenden Inhalis im Anschluss an die Lectüre, Geschäfts- aufsätze: 4 St. wöchentl.

Lateinisch. Wiederholung der gesammten Formenlehre. Die syntactischen Regeln nach Spiess für V., Abschn. II, anschliessend mündliche und schriftliche Uebersetzung sämmtlicher Beispiele des II. und III. Abschnitts. Aus der Syntax die Lehre von der Uebereinstimmung der Satztheile, sowie vom Nominativ und Accusativ. Schultz§. 189 202. Einübung der Regeln in den betr. Uebungsstücken von Spiess für IV. p. 1 28. Retrovertiren und Me- moriten Fecicneter Abschnitte aus Spiess. Alle Woche ein Exerc. oder Extemporale. 6 St. wöchentl.

Französisch. a) Grammatil: Wiederholung des Pensums der Ouinta, insbesondere der vier regelmässigen Conjugationen; Verba passiv. verbe pronominal. die pronoms personnels und ihre Stellung zum Verb. PlIötz' Elementarbuch bis Lection 74 repetirt und dann bis Lection 85. Die unregelmässigen Verben nach Plötz II. bis Lection 16. Einübung der Vocabeln aus dem Elementarbuch und dem Vocabularium von Plötz. Dictirübungen.

b) Lectüre: Uebersetzung der dem Elementarbuch von Plötz angefügten Fabeln und Lesestücke, die zum Theil memorirt werden, Sprechübungen, Wöchentlich ein Thème oder Extemporale zur häuslichen Correctur. 5 St. wöchentl.

Geschichte. Griechische Geschichte von der sagenbaften Vorzeit bis zum Tode Alexanders. Römische Geschichte von der Gründung Roms bis auf Marc Aurel. 2 St. wöchentl.

. Geographie. Deutschland, Oestreich, Schweiz, Belgien, Holland, Dänemark und England topisch und politisch nach Hartmann's Lehrbuch. Kartenzeichnen. 2 St. wöchentl.

Naturgeschichte. Botanik im Sommer; Genaue Beschreibung schwerer zu zergliedern- der Pflanzen, wie Lerchensporn, Orchis, zusammengesetzte Blüthen, Graser und Doldengewächse mit steter Berücksichtigung der Terminologie. Vergleichung verwandter Pflanzen. Kenntniss des Linne'schen Systems und der natürlichen Familien, welche bestimmten Abtheilungen dieses Systems entsprechen. Uebung im Bestimmen der Pflanzen nach diesem System. Die Giftpflanzen und einige wichtige ausländische Pflanzen. Botanische Excursionen. Anleitung zur Anlegung eines Herbariums. 2 St. wöchentl.

Zoologie im Winter: Betrachtung der interessantesten Wirbelthiere im Anschlusse an eine bewährte Eintheilung derselben in Klassen, Ordnungen etc. Beschreibung einiger grösserer Insecten, welche die 7 Ordnungen repräsentiren. Ferner Beschreibung einiger vorgezeigter Spinnen und Krustenthiere.

Mathematik und Rechnen. a) Geometrie: Von den graden Linien und gradlinigen Winkeln. Von den Parallellinien. Von den Dreiecken. Von den Parallelogrammen. Vom Kreise nach Kambly S. 1 107, im Sommer 3, im Winter 2 St. Algebra: Einübung der Vorbegriffe; Gobrauch der Klammern, Anwendung der Sätze über Summen und Differenzen. Vereinigung mehrgliedriger Ausdrücke nach Heis§. 1 16, im Winter 1 St. wöchentl. Rechnen: Die

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