Aufsatz 
Die erste Abiturienten-Prüfung / Chr. Hempfing
Entstehung
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manns, Vocabularium für Tertia. Im Anschlusse Uebungen im Uebersetzen in's Lateinische nach Spiess für IV. p. 28 85. Wöchentlich ein Exercit. oder Extemporale. b) Lectüre: Lhomoud p. 17 53, 102 108, 157 171. Retrovertiren. 5 St. wöchentl.

Pranzösisch. a) Grummatik: Plötz II., methodische Grammatik, Lection 1 15 repe- tirt, sodann Lection 16 23, die übrigen unregelmässigen Verben. Lection 24 28, Anwendung von avoir und être. Lection 28 35 reflexive und unpersönliche Verben. Geschlecht der Substantive, das Adjectiv und das Adverb. Dictirübungen.

b) Lectüre: Ausgewählte prosaische und poetische Stücke aus Plötz' Lectures choisies. Memoriren von solchen Stücken; Sprechübungen. Jede Woche ein Thème oder Extemporale. 4 St. wöchentl.

Englisch. Einübung der Aussprache und Orthographie, der Formenlehre und der wich- tigsten Regeln der Syntax nebst Einprägung der den Lectionen vorgedruckten Vocabeln nach Plate's Lehrgang der englischen Sprache I. Theil. Gelesen werden alle Stücke aus dem mit der Grammatik verbundenen Lesebuche und die meisten der in Lüdeking's Lesebuch No. 1 bis 44 enthaltenen. Wöchentlich 1 Exercitium. 4 St. wöchentl.

Geschichte. Geschichte des Mittelalters mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte, die Völkerwanderung, das Frankenreich, die Kreuzzüge, der Kampf zwischen der Hierarchie und der weltlichen Macht, die wichtigsten Entdeckungen und Erſindungen. 2 St. wöchentlich.

Geographie. Topische und politische Geographie von Asien, Afrika, Amerika und Australien; nach Hartmann's Geographie. Kartenzeichnen zu Hause und Uebungen an der Schultafel. 2 St. wöchentl.

Naturwissenschaften. a) Botanik im Sommer. Wiederholung des Linné'schen Systems mit Auffuhrung der wichtigsten Ordnungen und vielfache Uebungen im Bestimmen der Pflanzen nach demselben; Kenntniss eines bewährten natürlichen Systems, erläutert an den von den Schülern mitgebrachten Pflanzen, neben Berücksichtigung der interessantesten ausländischen Gewächse. Hieran anschliessend die geographische Verbreitung der Pflanzen. Besuch des botanischen Gartens der Universität und Excursionen.

b) Im Winter. Das Wichtigste aus der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers nach Bocks Bau, Leben und Pflege des menschlichen Körpers, erläutert durch zahlreiche plas- tische Nachbildungen, vergrösserte Darstellungen und mikroskopische Präparate. 2 St. wöchentl.

Mathematik. a) Arithmetik: Anwendung der Sätze von den Producten und Ouotienten. Division durch einen mehrgliedrigen Ausdruck. Verhältnisse und Proportionen. Potenzen mit ganzen Exponenten. Leichte Gleichungen. Heis§S. 1426, S. 31 u. 32,§. 34 40,§. 61 u. 63 mit Auswahl.

b) Geometrie: Repetition der wichtigsten Sätze vom Dreieck, Viereck und besonders von dem Kreise. Vergleichung des Flächeninhaltes gradliniger Figuren. Verwandlung gradliniger Figuren, Theilung und Ausmessung derselben. Von der Proportionalität grader Linien und die Aehnlichkeit gradliniger Figuren. Von der proportionalität grader Linien am Kreise. Kambly S. 82 153. Uebungs-Aufgaben je 2 Wochen zur Correctur. Algebra und Geo- metrie, zusammen 5 Stunden.

c) Kaufmännisches Rechnen. Repetition der Zinsrechnung, Rabatt-, Gewinn- und Verlustrechnung. Repartitions- und Alligationsrechnung. Ausziehung der OQuadrat- und Kubik- wurzel aus bestimmten Zahlen. Kober, Aufgaben für den Rechenunterricht, III. Theil. 1 St. wöchentlich. 3

Zeichnen. Freihandszeichnen: Schattirte Ornamente mit einer und zwei Kreiden, ferner Federzeichnungen nach Vorlagen und Gypsen. 2 St. wöchentl.(2 St. facult.).

Singen. Erste Gesang-Abtheilung Secunda, Tertia, Ouarta. Kenntniss der Noten, Pausen, Tacte, Vortragszeichen, Dur- und Mollionarten bis 4+ und 4 b und ihre Verwandschaft, die Intervalle innerhalb der Octave und Singen derselben. Wochentlich 12 rhythmische Choral- melodien, jährlich 10 15 dreistimmige Lieder aus dem Sängerhain von Erk und Greel, sowie 6 dreistimmige Choräle. Wöchentlich 2 Stunde.