Aufsatz 
Die Altertumssammlung des Friedberger Geschichtsvereins und ihre Verwertung in der Schule : 1. Teil. Die prähistorischen Altertümer / von Paul Helmke
Entstehung
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Menschen und in seiner Gesellschaft das Haustier vor. Während Haærnes (a. a. O. S. 224) diese Zeit, wenigstens für Dänemark, bis 1500 v. Chr. G. rechnet, haben die zahlreichen Untersuchungen von Forschern glaubhaft gemacht, dass schon um 2000/1 800 v. Chr. G. die neolithische Periode unserer Gegend ihr Ende gefunden hat. Auch den Menschen dieser Zeit standen wie den Paläolithikern noch keine Metalle zu gebote.

Dann aber lernten sie das Metall, und zwar zuerst das Kupfer, kennen und bearbeiten, dem sie bald Zinn beizumischen wussten; dies ist das Zeitalter der Bronze; die Steinwerkzeuge verschwinden und werden durch die aus dem leicht schmelz- und hämmerbaren Kupfer und seinen Legierungen hergestellten Geräte ersetzt. Diese Zeit mag gegen 800 bis 1000 Jahre gedauert und sich bis ins 10. vorchristliche Jahrhundert bei uns behauptet haben. Und zwar unterscheidet man eine kürzer dauernde Zeit des reinen Kupfers von der nachfolgenden eigentlichen Bronzezeit.

An ihre Stelle tritt dann mit dem Erscheinen des Eisens die so- genannte Hallstattperiode, bezeichnet nach dem Hauptfundplatz Hallstatt in Obérösterreich am Fusse des Dachsteingebirges; sie beherrscht namentlich den südeuropäischen Boden, wird aber auch in unserer Gegend nachgewiesen und bleibt bis zur Mitte des letzten vorchristlichen Jahr- tausends; in ihr finden wir neben dem Eisen vor allem noch die Bronze, aber in ganz neuen Formen und Verzierungen.

Allmählich aber wird die Bronze durch das Eisen immer mehr verdrängt; Kelten dringen aus Gallien in immer grösseren Massen vor und bringen teils auf friedliche Weise teils auf kriegerischem Wege ihre Kultur nach Osten: Wir treten in die La Tène-Kultur ein, die bei uns bis in die Römerzeit hinein und neben ihr her geherrscht hat.(La Tène ist die Hauptfundstätte dieser Kultur am Neuenburger See in der Schweiz) Die Germanen, welche wohl schon zur Zeit der Hallstattperiode in un- serer Gegend gewohnt haben, nehmen, ohne ihre Eigenart aufzugeben, das Neue von den Kelten an; Eisen bildet jetzt das Material der Ge- räte, namentlich der Waffen, und Bronze wird nur noch für Schmuck- gegenstände, wie Armringe und Fibeln(ibula-Gewandnadel) verwandt.

Nach dieser kurzen Ubersicht über die vorgeschichtlichen Perioden unseres Landes wenden wir uns den cinzelnen Abschnitten im Beson- deren zu und bemerken, dass von diesen die neolithische Zeit in der Altertumssammlung am besten vertreten ist, während die Bronze- und Hallstattzeit nur in wenigen Exemplaren aufgezeigt werden kann. Um so freudiger ist es zu begrüssen, dass die Direktion des Grossh.