Aufsatz 
Materialien zur Herodotlektüre mit Rücksicht auf verwandte Gebiete und im Sinne des erziehenden Unterrichts : 1. Teil
Entstehung
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Für alle, die sich den stärkenden Genuß eines Beispiels von Mut und Kraft, Wahrhaftigkeit und Verständigkeit, Erfahrungsweisheit und Pflicht- gefühl, Gottesfurcht und Demut verschaffen wollen. Jeder Satz kann zum Thema eines Aufsatzes, ja einer Predigt gemacht werden. Ohne Frage muß diese Rede auf alle normalen Schüler einen ungemein heil- samen sittlichen Eindruch machen. Sie allein würde die eingehende Be- schäftigung mit Herodot hinlänglich rechtfertigen.

Jeder Rat, den der Oheim seinem Neffen auf dem Thron giebt, ist die Frucht reifster Erwägung. Manchmal erinnern seine Aus- lassungen an die Wahlsprüche berühmter Fürsten, so die Worte: y tc SrSN, Evsatt adän an den bekannten Wahlspruch des Kaisers Augustus.(Goethe, Herm. und Dorothea V, 82: Eile mit Weile!» das war selbst Kaiser Augustus' Devise; Suet. div. Aug. 25., oder an das«Noch nichtl» Karls des Fünften.) Auch Artabanus ist der Ansicht, die Talbot ausspricht mit den Worten: Nicht Stimmen- mehrheit ist des Rechtes Probe», und seinem Herrscher möcht' auch er die warnenden Worte zurufen:«Wie sich die Neigung anders wendet, also steigt und fällt des Urteils wandelbare Woge»(Schiller, M. Stuart, II, 3).

Unbeirrt um Gunst oder Mißgunst spricht Artabanus seine Meinung aus, die von Liebe zu König und Herrscherhaus einge- geben, in treuem Pflichtgefühl ersonnen und mit bewunderungs- wertem Freimut vorgetragen ist. Dabei weiß er seinen Worten einen bestens wirkenden historischen Hintergrund zu geben. Wir fühlen heraus, daß er von der Wahrheit des Satzes überzeugt ist, daß denjenigen, der die Vergangenheit nicht studieren und beherzigen wolle, die Zukunft es werde büßen lassen, und heiß ist sein Verlangen, auch seinen Neffen dieser Einsicht nahe zu bringen.

Des Artabanus nationales Empfinden ist stark entwickelt, aber es macht ihn nicht blind gegen eigene Schwächen und fremde Vor- züge. Die persische Erziehung, die auf Wahrheitsliebe den allergräßlen Wert legt(vgl. Herod. I, 136: x⁴ιι⁸⁶00 08- oba œνι˙οα, dοα eyta- Srsoc dãεενε ριέιμν εtzοναακεοα, ria Bova, ixxsbety al toës- sty 1ον ⁵ννεεμιεαα; ebenso I, 138:*ονι ⁴ο τοιεοσοι τν εο˙⁸ε- 3-r vSybrat), hat auf das Herz des Artabanus tiefen und unaus- löschlichen Eindruck gemacht. Die verächtlichen Außerungen des Mardonius über die Leistungsfähigkeit der Griechen hält er nicht für den Ausfluß von dessen wirklicher Gesinnung. Er wirft ihm deswegen Verleumdung vor und ist entrüstet darüber, daß bei Mar- donius der Ehrgeiz mächtiger ist als die Wahrheitsliebe.

Wohlthuend ist sein goftesfürchtiger, demütiger Sinn. Der Ge- danke, der dem schönen Bild zu Grunde liegt, ονς τ bxεε- 6702 G, 6 Xv es 00 Sch pavraesedat, Sene 0556 Bt? XviCer. 6938 d6, Gc à oOltata be tra Aet aàl dySsaA roldεs eοοσπmνπmηοε ksa. †0.sst 73% 6 eds br⸗soOvra

Helm, Herodotlektüre. 4