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Auf der Höhe der Demegorien eines Thuleydides stehen diese Reden freilich nicht. UÜberhaupt sind die Gespräche bei Herodot häufiger als die Reden. Die Natur der von Herodot erzählten Begebenheiten bringt das so mit sich, ebenso Stand und Lebens- stellung der handelnden Personen. In Persien war keine Volks- versammlung zu bekämpfen und zu erschüttern. Sehr lehrreich sind die Gepräche nicht minder. Es kommt sogar vor, daß der Historiker in ihnen seine eigene Lebensauffassung niederlegt, wie z. B. in VII, 46.(Vorbereitung auf die Chorgesänge der Tragiker.)
In VII, 8 giebt Xerxes in längerer Rede im Staatsrat seine k. s. kriegerischen Pläne kund. Der Gedankengang der Rede ist etwa folgender:
Einleitender Gedanlce: Die Eroberungspolitik ist Tradition in meinem Hause(vpoꝓς). Hinweis auf Kyrus, Kambyses, Darius. Auch ich habe sie in mein Programm aufgenommen.
Darlegung des Hauptsatzes: Der Gegenstand meiner Eroberungs- politik soll Europa, bezw. Griechenland sein. Asien und Afrika (Agypten) sind uns bereits unterthan.
Motive: 1. allgemeine:
a) Ländererwerb(ουοοσσπωσνQ⁴ö. Es soll keine poli- tischen Grenzen mehr geben für Persien(Größen- wahn!),
b) z550, Ehrgeiz(ꝓᷣ᷑̈νςB OV, 5οε XSi O,t T0v S6rSPov TSvO,vGOv).
2. besondere:
Rache und Vergeltung(tiονι αι riots)
a) für die Teilnahme am jonischen Aufstand,
b) für Marathon.
Schlußigedankee: a) Aufforderung, die Rüstungen eifrigst zu betreiben,
b) Wunsch, die Meinung seiner Getreuen zu hören.
Aus dieser Rede ergeben sich folgende charakteristische Züge für den Großkönig. Er handelt aus Rachsucht, Ländergier und Ruhm- sucht. Daß die Unschuldigen neben den Schuldigen leiden müssen, rührt ihn nicht(ob re e lrtot oet ot Srd o rs AvM⁴αιεο)„ 5! Er kennt kein Unterthanenverhältnis im menschen- wiurdigen Sinne des Wortes, sondern alle sollen das Sklavenjoch tragen, wie er sich ausdrückt(d5 Xℳꝗꝑ 76»). Er schwelgt schon im Vor- gefühl der für einen Barbaren süßen Rache. Ebenso sieht er sich schon im Triumph durch Europa ziehen. Nur der Ather des Zeus ist eine beachtenswerte Grenze für seine Proberungsgelüste. Trotz der Bestimmtheit des Tones in der Kundgebung seiner Absichten und Aufträge ist er von einem gewissen Mißtrauen nicht frei und will deswegen die Meinungen seiner Getreuen hören.
Unsere allgemeinen Bemerkungen über die Ansprache des Miltiades VI, 109 gelten auch hier. Im übrigen hat die Rede


