Aufsatz 
Über die Schulen für allgemeine Volksbildung / J. Hehl
Entstehung
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dieſes practiſche Gewöhnen ſchließt den Keim für das Sprach⸗ ſtudium auf dieſen Schulen ein, der ſich ſchöner und vollkom⸗ mener im künftigen Leben entwickelt, als das Organ, welches man durch reinen grammatikaliſchen Sprach⸗Unterricht auf dieſen Schulen zu wecken beabſichtigt. Die genannten Lehrgegenſtände müſſen übrigens gelernt werden, wie der Tiſchlerlehrling das Hobeln lernt; die Gegenſtände müſſen das Kind ſo in Beſitz nehmen, daß es immer fühlt, wenn es gegen den Span geht.

Sollte es ſich nun zeigen, daß bei der Spannweite der Schule etwas Zeit übrig bleibt, um ſie auf andere allgemein nützliche Lehrgegenſtände zu verwenden, ſo verwende man die⸗ ſelben auf Einen Gegenſtand, z. B. während der erſten zehn Jahre nur auf Geographie. Die Kinder, welche ſechs Jahre Unterricht in Geographie genießen, werden auch nach der Schule dieſen Lehrgegenſtand noch mit Liebe betreiben und Lehrer für Andere werden, ja ſpäter als Männer ihren Kindern darin Unterricht ertheilen oder ſie doch durch ihr Wiſſen anregen. Auch der Lehrer wird, weil er in der Schule ſich nur mit Geo⸗ graphie als Nebenlehrgegenſtand beſchäftigt, in dieſer Disciplin eine gewiſſe Stärke und Sicherheit erhalten und demnach auf Andere ſein Wiſſen übertragen. Nachdem die angenommene Zeit abgelaufen und in das Volksleben eine Schicht von Bevölkerung eingetreten iſt, welche in Geographie eine Schule durchgemacht hat, kommt ein anderer allgemein nützlicher Lehrgegenſtand an die Reihe und wird ebenſo in das Volksleben eingeführt. Alles dieſes darf freilich nur dann geſchehen, wenn die obigen Hauptlehrgegenſtände für die Volksſchulen wirklich Zeit übrig laſſen.

Der Unterſchied zwiſchen dieſem Verfahren, allgemein nütz⸗ liche Kenntniſſe in das Volksleben einzuführen, und dem, wie man daſſelbe ſeither verſucht hat, beſteht darin, daß nach jener Anſicht auch nach der Schule Einer von dem Andern lernen