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Auf die gegenſeitigen Dienſte, welche ſich die höhere Technik und die höhere Kunſt leiſten, iſt bei der Organiſation in der Art zu achten, um die höhere Gewerbſchule und die Akademie der bildenden Künſte entweder in der Folge zu vereinigen, oder doch in einen näheren, ſich gegenſeitig unterſtützenden und fördernden Zuſammenhang zu bringen.
Durch eine geſteigerte allgemeine Bildung können die Menſchen nur in gewiſſen Verhältniſſen und bei gewiſſen Gemüthsanlagen glücklich werden.
Nicht alle höhere Gewerbſchüler können in Verhältniſſe gelangen, in welchen eine geſteigerte allgemeine Bildung ihr inneres Glück fördert, und es fehlt mithin einer ſolchen Schule die gemein⸗ ſchaftliche Baſis zu einer derartigen Bildung.
Wird eine allgemeine Bildung an einer Schule zu erſtreben geſucht, welche ihre Schüler nur kurze Zeit behalten kann, ſo lernen die Leute zwar über vieles ſprechen und über verſchiedene Verhält⸗ niſſe ſich ausdrücken, mögen auch nach dem neueren Sprachgebrauche gebildet erſcheinen, aber ſie haben deſſenungeachtet es nur bis zu einer Redefertigkeit gebracht, hinter der alles hohl iſt und wovon ſich nichts in der Welt bewährt. Staat und Privaten, welche ſich auf ſie verlaſſen, ſind hintergangen, denn alles, was ſie angreifen, zerfällt unter ihren Händen.
Da die jungen Leute die Schule nicht lange genug beſuchen können, um auf eine allgemeine Bildung, die den inneren Menſchen ergreift und veredelt, Anſpruch machen zu können, ſo ſoll der innere Menſch durch wenige Fächer angeregt und an denſelben empor und groß gezogen werden, auch auf die Gefahr hin, daß er über andere Dinge, die ihn nichts angehen und wovon ſehr zu wünſchen iſt, daß er darüber ein beſcheidenes Schweigen beobachtet, nichts zu ſprechen weiß und für ungebildet gehalten wird.
Die Schule hat ihre Aufgabe gelößt, wenn ſie den Schüler auf die Stufe gebracht, daß er mit Beſtimmtheit beurtheilen kann, daß ſehr viele über ſeine Fächer ſprechen, aber nichts von denſelben verſtehen und die Wahrheit verdrehen, ferner daß er ſelbſt behutſam wird, über Dinge zu ſprechen, die er nicht verſtehet, dagegen das, was er von anderen hört, wofern es ein Syſtem von Verhältniſſen umfaßt, in welchem der andere keine Studien gemacht hat, auch wenn er noch ſo geläufig darüber ſpricht und ſich noch ſo gern darüber reden hört, nicht für Wahrheit hält und endlich, daß er ſich ernähren kann und überall mit offenen Armen eunßſfangen wird, wo es arbeiten heißt.
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