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ein Mittel.“ Auch hier hatten W und die beiden E vorgearbeitet, welche den Hauptsat⸗z übersetzen:„so will ich dir ein Mittel sagen.“¹ 9,
Auch bei Sh IV, 1, 2261 konnte sich Goethe mit Recht der Schlegelschen Ubersetzung von in this borrowed likenesse of shrunke death nicht anschließen. S hatte es nämlich mit „als solch ein Ebenbild des dürren Todes“ gegeben. Das war falsch, weil Julia doch eben nicht wirklich in dem Sinne als Ebenbild des Todes dort liegen sollte, wie wir den natürlichen Schlaf als Ebenbild des Todes bezeichnen: sondern, wie ihr durch das„Mittel“ hervorgerufener Schlaf kein natürlicher, sondern nur ein der Natur„nachgemachter“, ihr gewissermaßen„abgesehener“, dem natürlichen Vorgang„entlehnter“ Schlaf war, so konnte auch sie selbst nicht als„Ebenbild“ des Todes, sondern nur als„solch geborgtes Ebenbild des Todes“ bezeichnet werden. Trotzdem wird durch Beibehaltung von„Solch“ die Beziehung zum Vorausgehenden(appear like death) bei G auch noch aufrecht erhalten. W hatte:„in dieser anscheinenden Todesgestalt“, die Ei:„in dieser erborgten Gleichheit des welken Todes.“
In folgenden(Sh IV, 1, 2171) sagt Lorenzo:
In the meane time against thou shalt awake, Shall Romeo by my Letters Lnou our drift.
Goethe übersetzte es— wieder richtig— mit:
Inxwischen schon, ehe du erwachen kannst, Soll Romeo aus meinen Briefen wissen, Was wir erdacht.“
S hatte übersetzt:
„Zur selben Zeit, wann du erwachen wirst,
Soll Romeo aus meinen Briefen wissen,
Was wir erdacht.“ Das ist nicht bloß deshalb nicht richtig, weil in the meantime eben nur heißt:„in der Zwischen- zeit“, aber nicht„zur selben Zeit“, sondern auch deshalb, weil letztere UÜbersetzung nicht passen würde zu Sh III, 3, 1862 f., wo L. zu R. sagt:
„Verweil' in Mantua: ich forsch' indessen
Nach deinem Diener, und er meldet dir
Von Zeit au Zeit ein jedes gute Glück,
Das hier begegnet.“ Es kann auch darum nicht richtig sein, weil L. ohne Annahme einer besonderen Propheten- gabe, die er aber eben, wie das weitere zeigt, nicht besitzt, eine solche bestimmte Zeitangabe gar nicht machen kann. Da Goethes Wendung sich aus dem Zusammenhang mit Notwen- digkeit ergibt, bleibt es fraglich, ob er auch hier seine Vorlagen benutzt hat: Wieland und die beiden E bieten auf jeden Fall auch:„In der Zwischenzeit, bis du erwachst.“
Auch das Ende von IV, 1, 2280 ff. zeigt, daß Goethe den Text von Sh benutzt haben muß.
Wenn es nicht so wäre, hätte er sich an Schlegels Ubersetzung von be strong and prosperous In this resolve durch„halt' fest an dem Entschluß“ wohl genügen lassen können. Goethe übersetzt aber, dem Urtext folgend:„Halte fest und glüchlich An dem Entschluß“; W hatte nur:„bleihe standhaft bei diesem Entschluß“; die E boten:„bleib gesetet und seyr glücklich durch diesen Entschluß“. Sh hat den Mönch ganz richtig Julien auch das als seinen Wunsch für sie mit auf den Weg geben lassen, was zu haben oder zu zeigen nicht in ihrer persön-


