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auf das dort gleichfalls übersehene Wortspiel von to be long und J long uns s Textes auf- merksam macht. Goethe hat die Stelle so gegeben:
„O zaudre nicht! Ieh sehne mich xu sterben, Wenn, acas du sprichst, nicht Hülfe mir verspricht.“
Er würde also dieselben zwei Fehler begangen haben, wie später Ortlepp, trotzdem Goethe auch„schon bei Schlegel das Richtige hätte finden können“. Bei S aber heißt es:
„O zaudre nicht so lang? Den Tod verlang' ich, Wenn deine Antwort nicht von Hülfe spricht!«
Warum folgte nun G der Schlegelschen Ubersetzung trotz ihrer Beobachtung jener zwei Punkte aber doch nicht? Man könnte zunächst sagen, weil er das Wortspiel überhaupt nicht anerkannte; sodann aber gewiß darum, weil der Ausdruck„den Tod verlang' ich“ sofort zu fragen zwingt: von wem: von einem Gerichtshof? das würde für Romeo passen, von dem der Prinz in III, 1, 1539 gesagt hat:„Greift man ihn, soll er nicht dem T0d entrinnen.“ Aber Julia, von deren Verhältnis zu R. die õffentlichkeit nichts wußte, und welche diese darum auch für Romeos Untat nicht mit verantwortlich machen konnte, hätte gar nicht so sprechen dürfen. Oder verlangte sie den Tod von der Hand ihrer Eltern? aber diese befanden sich in bezug auf das, was sie an Julias Verhalten Todeswürdiges hätten finden können, in demselben Falle wie alle andern auch! Oder verlangte sie den Tod von Lorenzo? aber von dem hatte sie ja soeben nur einen„behenden Rat“ verlangt, um sich der Verhei- ratung mit Paris zu entziehen, damit sie, wenn auch von Romeo allein gelassen, so doch in treuem Gedenken weiter mit diesem vereint noch leben könnte! Solchen Bedenken gegen- über mußte sich Goethe also auch hier, wenn er es nicht schon gleich getan hatte, wieder an Sh wenden, und dort fand er in der von Jugend auf ihm bekannten Redensart das rechte Mittel, um die Unklarheit von S zu zerstreuen. Ein„Wortspiel“ hat Goethe dann doch in der zweiten Zeile untergebracht, wo er den Relativsatz nicht mit„Antwort“, sondern nur so, wie er im Urtext selber lautet, wiedergibt. Das war um so richtiger, als Julia ja auch keine Frage getan, sondern nur eine Bitte ausgesprochen hatte. Zugleich aber war das zwei-, ja dreifach vorkommende speaf durch die Zerlegung in„sprechen“ und„versprechen“ gerettet. Schlegel war übrigens hier sichtlich den E gefolgt; denn diese boten:„Mich verlangt zu sterben, wenn das, was du antwortest, mir von keiner Hülfe sagt.“
Wenn S in der eben besprochenen Stelle remedy durch Hilfe gegeben hatte, so war das richtig; darum hat sich ihm auch Goethe in diesem Ausdruck angeschlossen. Dagegen führt S wieder zur Unklarheit, wenn er es auch in Sh V, 1, 2233 so übersetzt. Die Stelle And if thou darest, Jle give thee remedie lautet bei S:„Und wenn du's wagst, so biet' ich Hülfe dir.“ Hier handelt es sich aber nicht um„Hilfe“ im allgemeinen, sondern um Lorenzos „Beihilfe“ dazu, daß J. der Schmach trotzen kann, der zu entgehen sie selbst den Tod umarmt. Es handelt sich darum, Julien ein„Mittel“ an die Hand zu geben, durch das sie der sofortigen Vermählung mit Paris entgehen kann. Dieses„Mittel“ war der„Kräutergeist“, den er ihr gleich im folgenden zu trinken befiehlt. Mit ihm bekommt sie also von L. ein „Mittel“, sich selbst von der Schmach der Verbindung mit Paris zu helfen: ein(Heil-) Mittel gegen diese drohende Gefahr. Also bietet L. der J. nur mittelbar„Hilfe“, unmittelbar aber ein„Mittel zur Hilfe“, Darum übersetzte auch G:„Und wenn du's wagst, so biet' ich dir
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