Aufsatz 
Beiträge zu einem Quellenlesebuche für die Kirchengeschichte
Entstehung
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VII

gelebt hat. Dieser sagt über die örtlichkeiten, wo die heiligen Hütten der Apostel bei- gesetzt sind:Ich kann die Siegesmale der Apostel nachweisen. Denn magst du nach dem Vatikanus zu gehen oder auf den Weg nach Ostia, so wirst du derer Siegesmale finden, welche diese Gemeinde erbaut haben.[Zephyrinus 199 217].

III. Domitian[81 96).

N. A.(Offb. Joh. 1, 9): Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trübsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war in der Insel, die da heißet Patmos, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu willen.

a. Die Verwandten des Kaisers.

Suetonius vita Domitiani 12: Vor allem wurde die jüdische Kopfsteuer aufs schärfste eingetrieben. Zu dieser wurden auch diejenigen herangezogen, welche entweder, ohne sich den Behörden als solche angegeben zu haben, doch in der Stadt wie Juden lebten oder, indem sie ihre Abstammung von dem Judenvolke bestritten, die diesem auferlegten Steuern nicht bezahlt hatten. Ibidem 15: Endlich tötete er den Flavius Clemens, seinen Vetter, welcher die verächtlichste Gleichgiltigkeit(Demut) zur Schau trug... plötzlich auf einen sehr losen Verdacht hin fast noch während dessen Consulats(Anfang d. J. 96).

Dio(assius Cocceianus 290 historia Romana epitomèe 67, 14: Und in demselben Jahre mordete Domitianus unter vielen anderen auch den Consul Flavius Clemens, obgleich es sein Vetter war und dieser eine Frau hatte, die ebenfalls mit ihm verwandt war, die Flavia Domitilla. Es wurde aber gegen beide die Anklage wegen Gott-losigkeit(Atheismus) erhoben, auf Grund deren auch andere, die nach den jüdischen Sitten und Ge- bräuchen hinneigten, in Menge verurteilt wurden, indem die einen ihr Leben, die andern wenigstens ihre Güter verloren. Domitilla aber wurde nur nach Pandateria verbannt. ¹)

b. Die Verwandten Jesu.

Eusebins historia ecclesiastica III, 20, 1 6. 9.Noch waren von der Familie des Herrn die Enkel des Judas übrig, welcher dem Fleische nach dessen Bruder sein sollte. Nach- dem man diese als Abkömmlinge aus dem Hause Davids denunziert hatte, führte sie der Scherge zum Kaiser Domitian.

Da dieser die Zukunft Christi ebenso fürchtete wie Herodes, so fragte er sie, ob sie von David abstammten: was sie bejahten. Dann fragte er sie, wie viele Besitzungen sie hätten oder über welches Vermögen sie verfügten. Sie sagten, sie hätten jeder nur die Hälfte von 9000 Denaren, die sie zusammen besäßen; denn diese beständen nicht in gemünztem Gelde, sondern in einem 39 Morgen großen Felde, das sie durch eigner Hände Arbeit zu- sammen bewirtschafteten. Es gewähre ihnen die Mittel zur Bezahlung der Steuern und zur Gewinnung ihres Unterhalts. Hierauf zeigten sie ihm ihre Hände, welche von der fort- währenden Feldarbeit mit Schwielen durchzogen waren; auch bestätigte die Rauheit ihrer Haut, daß sie selbst das Feld bestellten.

¹)Für ein Hineinragen des Flavischen Kaiserhauses haben die Toten ihre Stimme erhoben qurch die neuerliche Entdeckung eines Familienbegräbnisses der Flavia Domitilla, unfern der Begräbnisstätte der römischen Bischöfe des 2. und 3. Jahrhunderts, mit Kennzeichen des Christentums.(Hase)

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