VI 1 Strafen verdient haben, so begann sich doch das Mitleid für sie zu regen, wie wenn sie nicht aus Rücksichten auf das Gesamtwohl, sondern um der Wildheit eines Einzigen zu frönen, hingerichtet würden.[Tacitus 56— 117.]
b. Das Ende des Paulus(und Petrus).
N. A.(Phil. 1, 12 f. 4, 2. 22): Ich lasse euch aber wissen, liebe Brüder, daß das, was mir widerfahren, nur mehr zur Förderung des Evangeliums geraten ist, also, daß meine Bande offenbar geworden sind in Christo in dem ganzen Prätorium und bei den andren allen.— Stehe ihnen bei, die samt mir über dem Evangelium gekämpft haben, mit Clemens und den andern meinen Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buche des Lebens.— Es grüssen euch alle Heiligen, sonderlich aber die von des Kaisers Hause.—(I1 Petr. 5, 13): Es grüßen euch, die samt' euch auserwählet sind zu Babylon, und mein Sohn Marcus.
Clemens Romanus ſca. 100]epistula ad Corinthios I, 5 f. Nehmen wir die hehren Beispiele unsrer eigenen Generation. Aus Eifer und Neid wurden die größten und besten Träger der Kirche verfolgt und haben bis zum Tode gekämpft. Stellen wir uns nur die lieben Apostel vor Augen: den Petrus, welcher aus ungerechtem Eifer weder eine noch zwei, sondern mehrere Martern erlitt und so nach abgelegtem Zeugnis an den ihm gebührenden Ehrenplatz gelangte. Aus Eifer und Hader mußte Paulus noch das Siegeszeichen der Bewährung er- ringen, nachdem er als Glaubensbote in Ost und West schon siebenmal in Fesseln geschlagen, verjagt und gesteinigt worden war; empfing er die ehrende Anerkennung seines Glaubens, nachdem er die ganze Welt Gerechtigkeit gelehrt und bis an den äußersten Westen gekommen war. Und nachdem er unter den Regenten Zeugnis abgelegt, schied er so von der Welt und ging zur heiligen Stätte als größtes Vorbild der Geduld im Leiden. Mit diesen Männern voll heiligen Lebenswandels wurde eine große Menge Auserwählter vereint, welche als Opfer des Eifers unter viel Schmach und Qual das schönste Beispiel unter uns gegeben haben.
Tertullianus[160— 220] de praescriptionibus haereticorum 36: Durchlaufe die aposto- lischen Gemeinden, bei welchen noch jetzt die Vorsteher an denselben Plätzen auf den Lehr- stühlen der Apostel sitzen; bei welchen deren Briefe im Original verlesen werden, so daß man eines jeden Stimme daraus hören, eines jeden Antlitz daraus erkennen kann. Liegt dir Achaja zunächst, so hast du Korinth. Bist du nicht weit von Mazedonien, so hast du Philippi, hast du die Thessalonicher. Kannst du nach Kleinasien kommen, so hast du Ephesus. Wohnst du aber bei Italien, so hast du Rom, von dem auch wir unsre Entstehung ableiten. Wie glücklich ist doch diese Kirche, welcher die Apostel mit ihrem Blute die ganze Lehre gespendet haben: wo Petrus dem Herrn in seinem Leiden gleichgestellt wird; wo Paulus die Ehre hat wie Johannes der Täufer zu sterben; wo der Apostel Johannes auf eine Insel verbannt wird, nachdem er, in siedendes Öl getaucht, keinen Schaden erlitten hatte.
Eusebius[260— 338] historia ecclesiastica III, 1, 2 f.„Petrus scheint in Pontus, Galatien und Bithynien, Kappadozien und Kleinasien den Juden in der Diaspora gepredigt zu haben. Als er schließlich auch nach Rom gekommen war, wurde er mit dem Kopf nach unten gekreuzigt, da er selbst so zu leiden verlangt hatte. Was soll ich von Paulus sagen, welcher von Jerusalem bis IIlyrien das Evangelium von Christo gepredigt und zuletzt in Rom unter Nero Zeugnis abgelegt hat?“ das wird wörtlich von Origenes[185— 254]) im dritten Bande seiner Commentare zur Genesis gesagt.
Wusebius historia ccclesiastica II, 25, 6 f. Nicht weniger macht dies auch ein Mann der Kirche glaubhaft, Caius mit Namen, welcher unter Zephyrinus, einem römischen Bischof,


