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(cod. Perott.) haben ſoll, zu begünſtigen.— Testa ſoll(ſo hat man nämlich erklärt) ſo viel ſein als operculum(Deckel) und ſtehen ſtatt deſſen, was auf dem Deckel ſtand— ſtatt: Aufſchrift, Sonach wäre von lesla das Attribut nobilis gebraucht, weil die Auf⸗ ſchrift ſage, daß ein koſtbarer Wein in dem Gefäß enthalten geweſen ſei.— Allein, welcher Wein darin enthalten war, iſt ja ſchon in faece ſalerna geſagt.— Die angezogene Stelle aus luvenalis 5. 33.—-„cujus patriam, titulumque senectus delevit multa veteris fuligine testae’= beweist nichts für unſere Stelle—; denn, wenn ich auch eine Flaſche, einen Spiegel, eine Fenſterſcheibe ꝛc. Glas nenne, ſo wird man doch nicht ſagen, daß das Wort„Glas“ Flaſche, Spiegel, Fenſterſcheibe ꝛc. bedeute, ſo wenig als„Eiſen“ Schwerdt heißt, obſchon Jemand ſein Schwerdt„Eiſen“ nennen kann.— Es iſt ja ein(beſonders bei Dichtern) ganz gewöhnlicher Sprachgebrauch, den Stoff zu nennen anſtatt des aus dem Stoffe verfertigten Gegenſtandes; oder auch den allgemeinen Namen ſtatt des unter dem(Allgemeinen begriffenen Beſonderen. Wenn alſo auch bei testa (= Geſchirr, Thonwerk) einmal zunächſt an den Deckel zu denken iſt, ſo ſteht aber das Wort dort nicht mit amphora, cadus oder vas in einem Gegenſatz, ſo wie Deckel und Ge⸗ fäß, oder Deckel und Krug.— Es möͤchte alſo testa doch in der Bedeutung„Geſchirr, Thonwerk“ zu nehmen ſein, und nobilis iſt wol deßwegen beigegeben, weil aus dem edlen Geſchirr leicht auf den edlen Wein geſchloſſen wird.—
V. 7. Auch dieſer Vers wurde gar verſchieden gedeutet, da die Faſſung eine ſo allge⸗ meine iſt und ſonach die beſondere Beziehung, die dem Dichter vorſchwebte, ſich aus den Worten, wie ſie uns vorliegen, nicht ergibt und daher nur errathen werden kann.— Scheffer gibt dem Vers folgende Deutung:„Aus dieſen Fabeln, die ich in meinem hohen Alter(den Hefen des Lebens) geſchrieben habe, kann man ſehen, was ich in meiner Jugend geweſen ſei.“— Allein es läßt ſich für dieſe Deutung— ſo wahrſcheinlich ſie auch iſt— ſo wie für andere Deutungen kein feſter Anhalt finden, wodurch ſie(oder eine andere) als die einzig richtige nachgewieſen werden könnte.—
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Guyetus(und nach ihm Burmann) wollte dieſe Fabel auf Tiberius beziehen, ſo daß durch V. 2 und folgende deſſen Eril auf Rhodus und durch V. 12 und folgende ſein hartes Verfahren gegen die, welche ihn verachtet hatten angedeutet würde.— Es läßt ſich gegen dieſe Anſicht wol nichts Entſcheidendes vorbringen, obgleich ſie auch nicht als unumſtößlich richtig nachgewieſen werden kann.— Jedenfalls muß aber, wenn man ſie halten will, im- prudens um ſo eher für improvidus,(= unverſehens) genommen werden, da imprudens in der Bedeutung von„unklug“ ja ſonſt eine Beleidigung für Tiberius geweſen wäre.— Auch in V. 5 wäre für den Kaiſer kein freundliches Kompliment zu finden.—
V. 17 und 18. Ich habe die Lesart mehrer Ausgaben(hetierint e aederäut) vorge⸗ zogen, weil ſie mehr mit V. 4 und mit ſich ſelbſt erweanſen anae Die Codices leſen: qui me Saxo(oder saxis) petierit, quis panein dederit; 1A


