Aufsatz 
Aus dem Leben der Kinder in Hellas und in Rom / Karl Joseph Hattemer
Entstehung
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Kinder mit Ruthen ¹). Horaz ſagt uns, daß auch die römiſchen Knaben der Sitte gehuldigt hätten, ſich beim Spiele einen König aus ihrer Mitte zu wählen ²). Bei Maſſenſpielen überhaupt wurde naturgemäß ſehr bald das Bedürfniß rege, einen Lenker, wohl auch einen Richter für gewiſſe Fälle zu haben).

Das bei Horas Sat. 2, 3, 247 erwähnte Gleich und Ungleich, par impar, ſcheint ein Knaben⸗ ſpiel geweſen zu ſein, inſofern mit Nüſſen, Bohnen, Mandeln oder ſelbſt Aſtragalen geſpielt wurde. Es beſtand darin, daß der eine Spielende eine Anzahl der genannten Früchte in die Hand nahm und dann den Mitſpielenden rathen ließ, ob die Zahl der in der geſchloſſenen Hand enthaltenen Früchte eine gerade oder ungerade wäre(ριιαα⁵ς). Man ließ auch die beſtimmte Zahl rathen; errieth. der Mitſpielende dieſelbe, ſo erhielt er in beiden Fällen die in der Hand enthaltene Summe. Seltener kam es natürlich vor, daß die Angabe der beſtimmten Zahl verlangt wurde. Dieſes Spiel hieß auια ¹ xsouεε raiteiv, auch Cuyd) Axᷣ⁴). Kunſtdarſtellungen von Kindern, welche mit dieſem Spiele beſchäftigt ſind, kommen nicht ſelten vor. Ahnungslos unterhalten ſich, wie ein pompejaniſches Wand⸗ gemälde(Mus. Borbon.) zeigt, die Kinder der Medeia mit dieſem Spiele, während dieſe bereits in ihrer Verzweiflung mit gezücktem Schwerte der Kinder Leben bedroht.

Nach Pollux IX, 126) benutzten vorzugsweiſe die Mädchen die Knöchel(Würfel), Steinchen zu einem andern Zeitvertreibe; ſie legten nämlich, und zwar meiſtens fünf derſelben auf die innere Handfläche, warfen ſie ſodann in die Hoͤhe und fingen ſie wieder mit der äußeren Fläche der Hand auf.(Das Spiel mit fünf Steinchen, syradstu, revradανα). Nach Murr T. I. t. 1. vertreiben

1) Justin. 1, 5: Mox rex inter ludentes sorte delectus, cum per lasciviam contumaces flagellis cecidisset, a parentibus puerorum querela est regi delata, indignantibus a servo regio ingenuos homines servilibus verberibus affectos.

Suidas v. eiοοοσ: IIσυν ‚εαασααεᷣς d'ευαι εακαννυ diMd τ εν νμ Sαάͥꝓdiνde dsyoννμνν τμσαααε 16ν1ενααυν.

2) Epist. 1, 1, 59: At pueri ludentes, rex eris, ajunt,

Si recte facies. Roscia, dic sodes, melior lex, an puerorum Naenia, quae regnum recte facientibus offert?

3) Rochholz S. 435. Das franzöſiſche Spielle roi détrôné« bei Beleze, jeux des adolescents p. 44.

4 Poll. IX, 73 710 artddeu 8 4r Oxννναννν e. esaAH2sn u/rd αœν Leο⁵ œvrelcn sixe 16ν ꝓοτεν 7 xcx- sεεινιυν 1.ααπισ τντο νœ wu‿μοες 7 xdεςσ aαιυιοα⁴ͥα, d⁸ xl aονννοος Todπινινενν Iiovv.

5) Aristoph. Plut. 816: Trlννσι mσ‿ει dεoemνοντes Aιιαειφεν, dazu der Scholiaſt: raælde Suyc 1) εννα.

Ovid.: Est etiam, par sit numerus qui dicat, aut impar,

Ut divinatas auferat augur opes.

Suet. Aug. 71: Misi tibi denarios ducentos quinquaginta, quos singulis convivis dederam, si vellent inter se inter coenam vel talis vel par impar ludere.

6) Poll. IX, 126: k% xevrdνινια 1άον εμσι³⁴εα ꝙν1 ππσα dοτοeνσαο νυν̈nνs dνεεινπιτοννν, œπαν mεέρτιιστοσρρννασνννιαα τν ꝙνεᷣα dεπασσνα, τ ναρισρσςε νœτ νπμιασσεένασ,) el u] Tνe riασταε, 16 Siriuεαeννανν sƷεmπνιναενμιναιν αμάρπιοενρσιι mἀ doνπα ois dauνος ννναυνέανα s ουν &Gτπνηꝙ⁷ mQꝛ⁴έ