Aufsatz 
Aus dem Leben der Kinder in Hellas und in Rom / Karl Joseph Hattemer
Entstehung
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ſchen, woraus wohl zu ſchließen, daß der Gebrauch deſſelben von Griechenland nach Rom gewandert ſei. Doch hieß dieſes Spiel in Rom nichtdas griechiſche Spiel œr Foxijv, wie Papasliotis behauptet.(&xcdovn uer ot Poμααάτο ι⁶εοσςι εεμτννυϋιν παηενννονν.

Die Kunſtdarſtellungen dieſes Spieles auf Vaſen und geſchnittenen Steinen ſind noch zahlreicher als die Erwähnungen deſſelben bei den Schriftſtellern; hieraus läßt ſich erklären, wie ſehr beliebt dieſes Spiel bei den Alten geweſen ſei. Gerhard, Archäol. Ztg. Jahrg. 1853. S. 53. O. Müller, ‚Archäol.

Den Kindern beider Nationen war wahrſcheinlich von Alters her gemein der durch die Peitſche ¹) getriebene Kreiſel,*οινοο, στμιαοςο, Ssu⁵, buxus, turbo ²). Der Kreiſel war, wie aus den ange⸗ führten Stellen des Virgil und Perſius hervorgeht, aus Holz, und zwar am gewöhnlichſten aus Buxholz, für ärmere Kinder wohl auch aus Fichtenholz verfertigt. Der Kreiſel war demjenigen ähn⸗ lich, deſſen man ſich noch heute bedient. Es ſcheint auch, daß der brummende Kreiſel bekannt war.

Das Spielen der Knaben mit Nüſſen erwähnt Ooid. de nuce ³); in ausgedehnterem Maße fand dieſes Spiel an den Saturnalien ſtatt. Mylius in horto Philosoph. sub Tit. Nux: Nuces loco aleae fuerunt pueris Romanis nondum adultis, quibus in Saturnalibus permissum, sicut juvenibus alea, reliquo anni tempore vetabatur. Am Schluſſe der Saturnalien wurden die Knaben von den Erziehern und Lehrern zu ihrer Pflicht zurückgerufen 4). Die Knaben trugen die Nüſſe in der Falte des Kleides.

Horaz gebraucht den Ausdruckgraecari« für jene Uebungen in griechiſchen Spielen ſo II Sat. 2, II: vel si Romana fatigat. Militia assuetum Graecari, seu pila velox

Aehnlich Apul. de mag. 87. u. Tert. Pall. 4.

In Griechenland fiel es nicht auf, wenn ein ernſter Mann den Reif vor ſich hertrieb; bei uns würde man mit Fingern auf das ungewohnte Schauſpiel hinweiſen.

1) scutica, Gxæντνέz.

2) Plat. de legg. IV: Gs o! ye GτννGιι»dοι εέᷣσeτdσ e dμα ex euoyrat, dray ν νν maAνν mi, Eœννες τ υέμνπινοοωνντπποιεοονιασα, 7) zMA dldo τλ πεον ν æũ dog o0ĩντ d rl.

Tübull. 1, 5: Namque agor, ut per plana citus sola verbere turbo,

Quum celer assueta versat ab arce puer.

Pers. Sat 3, 51: Neu quis callidior buxum torquere flagello(O⁶,νμρεμα εέεέν, Ay²νv. Virg. Aen. 7: Ceu quondam torto volitans sub verbere turbo, Quem pueri- mirata volubile buxum. 3) Ovid erwähnt ungefähr drei oder vier Arten dieſes Spieles: Has puer aut certo rectas dilaminat ictu, Aut pronas digito bisve semelve petit. Quattuor in nucibus, non amplius, alea tota est, Cum sibi suppositis additur una tribus u. ſ. f. 4) Plin. 8, 7: Nam tu magister, ego contra; atque ideo tu in scholam revocas, ego adhue Saturnalia extendo. Mart. 5, 81: Jam tristis nucibus puer relictis, Clamoso revocatur a magistro. Maxt. 5, 31: Saturnalitias perdere nuces. Mart. 7, 90: De nostro, facunde, tibi, Juvenalis, agello Saturnalitias mittimus ecce nuces. Seneca de beata vita 8; Suet. Aug. 83.