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Kindern ein ungemein zärtlicher Vater war, in Geſellſchaft ſeiner Kinder auf einem Rohre(Stecken⸗ pferde) im Hauſe herumgeritten ſei(eμᷣ́e*νεινακ. Die römiſchen Kinder liebten ähnliche Unter⸗ haltungen; Horaz bezeichnet es als Thorheit für einen Erwachſenen, wenn er Vergnügen daran fände ¹).
Nach Sueton ²) bauten ſich die Kinder von Papier und dünnen Brettern Schlöſſer und Thürme und warfen ſie dann wieder zum Vergnügen um. Auch Horaz in der eben angeführten Stelle und Tibull erwähnen Aehnliches ³).
Der griechiſche Sophiſt Pollux) gibt eine Menge geſelliger Spiele bei größeren Kindern, die mitunter eine große Aehnlichkeit mit denen haben, die noch jetzt und in den verſchiedenſten Gegenden im Gebrauche ſind, und von denen man beinahe ſagen könnte, daß ſie ſich durch Tradition von Geſchlecht zu Geſchlecht fortgeerbt. Nur einige derſelben ſollen hier kurz behandelt werden.
Viel Lärm verurſachte auf den öffentlichen Plätzen das Treiben des Spielreifs ⁵), trochus, zοοeνα⁸ es war dies ein eiſerner, mit vielen kleinen loſen Ringen(garruli annuli) behangener Reif), welchen die Knaben mit einem Treibſtecken(clavis adunca) ⁷), der einen hölzernen Griff und eine gekrümmte eiſerne Spitze hatte, in Bewegung ſetzten. Statt der Ringe waren auch oft Schellchen(tintinnabula) an den trochus befeſtigt. Horazs) nennt nicht ohne verächtlichen Accent den Spielreif„den griechi⸗ Plut. Apophthegm. Lacon. Ages. 8. 70: torexvrαœινο⁹ 6˙⁶ν iαρρρονπνα dε⸗νεεα, dr ακαροσςα τνες ταν Jtος αααάοωνιντεέεοεενενννας, dεο ĩπιmιαπωQ õ06ôwwHnor, eεr.
Val. Max. erzählt von Sokrates, daß er einſt von Alcibiades in derſelben Weiſe mit ſeinen Kindern ſpielend ange⸗ troffen worden ſei: non erubuit Socrates tunc, cum interposita arundine cruribus suis cum paryvulis filiolis ludens ab
Alcibiade visus est. 1) Hor. Serm. 2, 3, 247: Aedificare casas, plostello adjungere mures, Ludere par impar, equitare in arundine longa, Si quem delectet barbatum, amentia verset. 2) Suet. Aug. 83. 3) Tν. 2, 1: Turbaque vernarum saturi bona signa coloni Ludet, et ex Lhgi⸗ exstruet arte casas. 4) Polluæ, 9, 7. 5) Ein Spielreif mit loſen Ringen befindet ſich auf dem bas-relief eines Grabes nahe bei Tivoli.
Martial. 11, 212:——— Tam laxa, Quam celer arguto qui sonat aere trochus. id. 12, 168:——— das nobis utile munus,
Iste trochus pueris, at mihi canthus erit. Ooid. A. A. 3, 383; Horat. art. poet. Martial. 14, 169: Garrulus in laxo cur annulus arbe vagatur, Cedat ut argutis obvia turba trochis? Oo. Trist. 1, 2: Hic artem nandi praecipit, ille trochi. Oo. Trist. 3, 12, 19: Usus equi nunc est, levibus nune luditur armis, 3 Nunc pila, nunc celeri volvitur orbe trochus.
6) Nicht canthus. Zu der Stelle aus Pers. 5, 71: Vertentem sese frustra sectabere canthum, bemerkt Caſau⸗ bonus: canthus, Guννεν⁴ονινς pro rota; doch behients ſich vor Perſius Niemand dieſes Ausdruckes in dieſer Bedeu⸗ tung. Als barbar.(afrik. od. ſpan.) von Quintil. 1, 5, 88 angeführt.
7) Propert. 3, 14: Quum pila veloces fallit per brachia jactus,
Increpat et versi clavis adunca trochi.
8) Hor. Carm. 3, 24: Venarique timet ludere doctior,
Seu Graeco jubeas trocho, Seu malis vetita legibus alea.
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