Aufsatz 
Aus dem Leben der Kinder in Hellas und in Rom / Karl Joseph Hattemer
Entstehung
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reihte ſich für die mehr erwachſenen vielerlei anderes Spielgeräthe an, das ſich die Kinder entweder ſelbſt verfertigten, oder auf dem Markte kauften. Voran ſtehen die Puppen ¹), zöoα, die aus Thon geformt und bemalt waren ²). In Rom waren die beiden letzten Tage der Saturnalien, jenes allge⸗ meinen Volksfeſtes, vornehmlich den Kindern gewidmet, wobei dieſelben außer anderen Geſchenken beſon⸗ ders mit kleinen Figuren aus Wachs, Thon oder Erz erfreut wurden.(Dieſe Tage hießen sigillaria, Bilderfeſt) ³). Nicht nur bemalte Thonpuppen waren auf dem Markte zum Verkaufe ausgeſtellt; ſon⸗ dern auch Thierfiguren, wie Haſen, Schildkröten, Enten, Affen u. ſ. w.).

Außer anderen Spielſachen, die den Kindern in früheſter Jugend in die Hände gegeben wurden, dürfen beſonders Wägelchen aus Holz), Häuschen, Schiffe aus Leder, kleine Bettgeſtelle u. ſ. w. erwähnt werden. Dahin gehören auch alle von den Kindern ſelbſtverfertigten Spielzeuge 6), mit denen ſie die Produktivität ihrer Phantaſie verſuchten.

Plutarch?) und Aelians) berichten übereinſtimmeud, daß Ageſilaus, der überhaupt ſeinen

1) Wenn die Mädchen heiratheten, ſo weihten ſie ihre Spielſachen und Puppen der Venus. Pers. 2, 70: Nempe hic quod Veneri donatae a virgine pupae. Der Bräutigam warf Nüſſe unter die Knaben,(Plin. 15, 22; Serv. in Virg. Ecl. 8, 30; Catull. 59, 131) um damit anzuzeigen, daß er Knabenbeluſtigungen nun ganz entſagen wolle; daher nuces relinquere, abjicere, intermittere gegenüber dem nucibus indulgere, ad nuces redire ſoviel als repuerascere. Auch die Jünglinge pflegten beim Austritte aus der fröhlichen Spielzeit ihre Spielſachen als Votivſtücke aufzubewahren, wie wir aus einem Epigramme von Leonidas(Anthol. ed. Jacobs) erſehen:

Eud†συυeνvOντιοι σeασνοσν, uadoν τνε doie Eouein auνιν πμννεeνεένιννꝙꝙπœανν

aœrοαννα̈ναάεν α öld Snsuu,αιο, aad Ʒτ οαιμάιον 06 G ον, νυονν ταάεννν dẽeᷣανοεινιασε.

Eine antike Puppe aus Elfenbein wurde in einem Kindergrabe nahe bei Rom gefunden, andere aus Terrakotta in Stzilien.. 2) Von den 200011ο⁴ ſpricht demoſthenes Phil. 1, 26: GGmμέκο ot rAdrrovres odꝓ naipove, eis 1r) doodν Ʒeiοroveite rod æẽrixςᷣoue zal ode uldονονςα oux Sn 10 ⁴εμμ‧ Lucian. Prom: *αœν τ ⁵⁴μιιννςꝙνιονõ9 οσν mπημτ mmπαααάαστνιν ᷣd xτd oe 2oοmπμαα˙σ. Qui e luto dolia fictilia et pupas seu imagunculas efficiunt. Poll. 7, 164, wo der Scholiaſt erklärt: ol ad uAuαᷣ οοενενταν.

3) Macrob. Sat. 1, 10.§. 24; 1, 11.§. 46. Suet. Claud. 5. Ner. 28. Claud. 16; Spartian. Carac. 1; Senec. Ep. 12; Gell. 2, 3 u. 5, 4.

4) Solche Kinderſpielzeuge aus Terrakotta ſind nicht ſelten in antiken Kindergräbern gefunden worden.

5) Ein Vaſenbild(Panofka, Bilder antiken Lebens T. 1, 3.) zeigt ein ſolches an der Hand eines Knaben, der einen Hund mit Backwerk an ſich lockt. Aristoph. Nub. 853:

0 ⁴ανπιο ⁶νρο⁶σνεεεα ον ανεινν rovντoον πτοα‿νμνðoh czÜ icœσς μν⁴εdα.

6) Ariſtophanes bezeugt die Erfindungsgabe und Geſchicklichkeit der helleniſchen Kinder iu ſolchen Dingen; Lucian erzählt Aehnliches von ſich im Eyörrvlov.

7) Plutareh. Ages. 25: ½ᷣ ααöeνςᷣ ι*yσαεναοο diαmρεντnς, ad 1r60 Swsivνν τ α .α⁴2d 2eονασν, driuνοον oεςᷣ xdtoα ν mνπαdHuꝰNY⸗/iSeSdde S0e(οεαυωmQ mσexs- Trεεέν ⁶mρσινές ιιτ τινυοο εαυν σεααων πταάεοεκαρ, 1⁶εν ροςσαπον ν αds ary rad⸗ν εέ̈νννπαα.

8) Aelian. Var. Hist. 12, 15: 1pνσαεαα ε ακmνασαμοννηνεεααςε ποeve uerd o‿ vion ⁴ss dνos.