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Verehrung des Neptun oder der Venus, nimmt die neunte, und ein Inſtrument, über welches man nicht ganz im Klaren iſt,(vielleicht sicilicula, ein Meſſer mit Griff) die zehnte Stelle ein. An der zwölften Stelle bemerkt man einen Hammer und an der vorletzten Stelle eine kleine Karte, tessera, auf welcher vielleicht der Name des Kindes oder der ſeiner Eltern geſchrieben ſtand ¹).
Frühzeitig hängte man dem Kinde die bulla um den Hals. Dieſe Sitte war von den Etruskern) nach Rom gewandert und läßt ſich in Rom bis auf Tarquinius Priscus zurückführen ³).
Die bulla war eine runde ⁴), wohl auch herzförmige ⁵) goldene ⁶) Kapſel; in derſelben war ein Amulet als Schutzmittel gegen Krankheiten, Zauber und böſen Blick verſchloſſen, weshalb auch die römiſchen Triumphatoren dieſe bulla als Mittel gegen Fascination zu tragen pflegten). Von welcher Beſchaffenheit das Amulet geweſen ſei, läßt ſich nicht beſtimmen. Die bulla wurde anfangs nur von Knaben, und zwar bis zu dem Zeitpunkte getragen, wo dieſelben die toga praetexta ablegten ³). Denn ehe die toga virilis angenommen wurde, pflegte die bulla am Feſte der Liberalien(17. März) den Laren geweiht ⁰), oder in den Tempeln den Göttern zu Ehren aufbewahrt zu werden.
Urſprünglich war das Tragen der bulla nur den Knaben von edler Abkunft geſtattet ¹⁰) und ſcheint daſſelbe lange Zeit hindurch ein Vorrecht reicher und vornehmer Familien geblieben zu ſein. In ſpäterer Zeit tragen auch die Kinder von ärmeren Leuten ſowie die aus gültiger Ehe entſproſſenen
1) Plaut. Rud. loc. cit.
2) Die Etrusker pflegten, wie aus den älteſten Denkmälern erhellt, die Bildniſſe der Götter und Göttinnen mit Bullen zu ſchmücken. Viele ſolcher bullae wurden in den etruskiſchen Gräbern gefunden; das Mus. Gregor. gibt zwei damit geſchmückte etruskiſche Knaben.
3) Plin. Hist. N. 33, 1, 10: Sed a Prisco Tarquinio omnium primo filium, cum in praetextae annis occidisset hostem, bulla aurea donatum constat, unde mos bullae duravit, ut eorum qui equo meruissent filii, insigne id habe- rent, ceteri lorum. Macrob⁵. I. 6, 16.
Cic. Verr. 2, 1, 58: Bulla ornamentum pueritiae, indicium atque insigne fortunae. Bulla dignus dicitur qui ineptit et puerilia facit: dignus propterea qui inter pueros referatur. Juven. 13, 33. Liv. 26, 36.
4) Plut. Q. R. 101:°% ν„ο of r BA6ονυα 2‿‿έ̈ονσαση‧ ο τππυνιιασην εσυι, ν²ε̈ Soua d AoA4νꝙ S 2αἀ‿ οοσασσνοοενυοσιεμνν, oo Gνμροωνͥ;esSoullas eiνᷣœ ον adas. Alld 3olα 1υ al οντο di ν αένινν—οσσσ. To ydo—aueo xiuα ijg denſns, Jrxν τρ di½α,εμενοε, bd Geiαέα‿οοει⁴εε, d αeεαεᷣς ⁸&ασαmeαάαα* ⁶ϑσeοεαs.
Isidor. 29, 31: Dictae bullae, quod sint similes rotunditate bullis, quae in aqua vento inflantur.
5) Die Stelle bei Macrob. in Somn. 1, 6, 17: Nonnulli credunt ingenuis pueris attributum, ut cordis figuram in bulla ante pectus annecterent, quam inspicientes, ita demum se homines cogitarent, si corde praestarent, ſcheint nicht für die herzförmige Geſtalt der bulla zu ſprechen.
6) Macrob. 1, 6, 16; Plin. H. N. 33, 1, 10; Prop. V. 1131. Plaut. Rud. 1171.
7) Macrob. 1, 6: Nam sicut praetexta magistratuum, ita bulla gestamen erat triumphantium, quam in triumpho prae se gerebant, inclusis intra eam remediis, quae crederent adversus invidiam valentissima. Plin. H. N. 38, 4: Fascinus Imperatorum quoque, non solum infantium custos. 3
8) Prop. 4, 1, 131 verbindet die beiden Ceremonien des Ablegens der bulla und der toga praetexta:
Mox ubi bulla rudi dimissa est aurea collo Matris et ante deos libera sumpta toga. 9) Pers. Sat. V: Cum primum pavido custos mihi purpura cessit,. Bullaque suecinctis laribus donata pependit. Scip. Afr. ap. Macrob. Sat. 2, 10.
10) Macrob. 1, 6: Unde postea deductus mos, ut praetexta et bulla in usum puerorum nobilium usurparetur.
Liv. 26, 36. Asconius in Verr. III.: bulla suspendi in collo infantibus ingenuis solet aurea.


