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man ſie mit Wolle, wohl zur Andeutung der Arbeit, womit ſich das weibliche Geſchlecht zu beſchäftigen pflegte. Nach der eben angeführten Stelle des Suidas überſchickten die Verwandten des Neugehorenie an dieſem Tage allerhand Näſchereien zum Geſchenke,„evνμόι ³ουσσε ¹).
Ein anderer feſtlicher Tag war der zehnte, deαν⁷; das Kind erhielt an dieſem Tage ſeinen Namen ²), gewöhnlich den der Großeltern. Von Seiten des Vaters wurde hierdurch zugleich das Kind als eheliches anerkannt ²). Man bewirthete die Verwandten und Freunde des Hauſes und opferte vor⸗ zugsweiſe der Hera Ilithyia.(dexdrν uen und rceνν.) ⁴) Die geladenen Gäſte machten dabei dem Neugeborenen Spielſachen aus Metall und Thon, der Mutter aber gemalte Gefäße zum Geſchenke). Im dritten ⁶) oder vierten Jahre und wohl noch ſpäter?) wurden die Kinder mit ihrem und ihrer Väter Namen in das Verzeichniß der Ooœærë0„ eingetragen⁵); ſo viel iſt gewiß, daß ein beſtimmtes Alter dabei nicht feſtgehalten wurde. Dieſes Einzeichnen geſchah am Feſte Thargelia und am dritten Tage der Apaturien ²2). Das Verzeichniß ſelbſt hieß lαυαόσν ꝙϑαρᷣμμαρραεoον.
1) Aeschyl. Lum. 7. Türcvfe, aad as XSorös, u‿νεεεro Po, di⁶αυσ§σ!⁸ẽ‧ εκνεκιμονõ⁴ϑοσ —0²„ wozu der Scholiaſt: Aνν τιν ιετν¶õOsᷣαoeρναμνᷣνν οeν i AdeA aæν irodc aœĩda dsdoxs gvyyevten, dodν Meursius(exercit, crit. p. 2.) tadelt, jedoch mit Unrecht, den Scholiaſten, daß er ye*εᷣνμον dõt durch 67,11010„ erklärt; denn ſolche Geſchenke werden G7rrOic genaunt. So erklärt auch der Scholiaſt zu Callim. Hymn. 3. 74. 67111,œæ mit 1 ννστκνιο τν ⁷⁴e ε ςςρασ. Sonſt werden 0νν1 1α genannt r00 Ʒ&ν roοε dναααυννρκνου‿ςσ§d⁶dsννμενα ⁶έοα Ệꝓρ.
Tevs2ιοα οσα est munus die natali missum, non eo die, quo natus est, sed quo nomen impositum. M. So unterſcheidet auch klar Terent. Phorm. 1. 1. 12, wozu Servius bemerkt: Solebant enim antiqui octavum diem pueri natalem constituere, et eo die singulis annis laetum convivium parare, sicut Judaei in octava die circumcidunt. Bei den Juden wurde dem Knaben am achten Tage ſein Name, oft ſehr bedeutſam, beigelegt. I Moſ. 16, 11; II Moſ. 18, 3; Hiob 42, 14; II Sam. XII, 25; das Mädchen erhielt ſeinen Namen erſt bei der Entwöhnung. So erkläxrt auch Heſychins den 4£ρQℳG-,90à100„ 96„ des Aeſchylus durch νεκιοων
2) Furip. Fr. Aeg. c. 14. Elect. 1130. Athen. XV. 7. Aristoph. Av. 493.
3) Zsaeus de Pyrrhi hered.§. 70.
4) Aristoph. Av. 923. 494. ib. Schol. Demosth. advers. Boeotum mrs* 0„⁶οσάιμο⁸. Pollux Onom. Hesychius und Suidas.—
5) Schon in den älteſten Zeiten arbeiteten die Künſtler in Thon und Erde, da ſo weiche Stoffe ihrer Hand williger folgten. Hauptfabrikorte für Thongeſchirr waren Korinth und Athen.(Die treffliche Thonerde vom Vorgebirge Kolias.) Auch Aegina, Lakedämon und Aulis ſind durch die Fabrikation bemalter Thongefäße bekannt. Durch griechiſche Töpfer wurde dieſe Kunſt nach Unteritalien übertragen. Leicht erklärlich iſt es, daß gerade dieſe leicht zerbrechlichen Thongefäße uns erhalten wurden, während die weit dauerhafter pearbeitete innere Einrichtung der Wohnhäuſer vernichtet wurde und faſt ſpurlos ver⸗ ſchwunden iſt.
6) Proclus in Plat. Tim.
7) In den Fröſchen des Ariſtophanes 1. 7. tadelt der Chor den Archidemus, daß er in ſeinem ſiebenten Jahre noch nit in das Verzeichniß der Phratoren ſei eingetragen geweſen.
8) Isaeus de Apollodori hered.
9) Suidas v. Aaroia. 2ο onnuorsais. Iyero ds παιο ⁴οννναoõς Ʒπ⁷ slvοe εοας ν 5 Sydmσ εν ν roduνεie d uioe Turdννκων, oi Oικαυν αQ᷑όαια⁸ινανσ. xα‿ουνασι τν τοιτν Kouoοεεντν, 0 roõ odg oiνα αœα εαeς αοαmς syyod†ν sie do goœrics.
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